Die Kultband der 1970er und 1980er Jahre prägte eine ganze Musikgeneration: Die schwedische Popgruppe Abba. Unter den 15 erfolgreichen Bands aller Zeiten belegte sie Platz zwei nach den Beatles mit 360 Millionen verkauften Tonträgern. Abba löste sich 1982 auf, ihre Musik verkaufte sich weiter wie warme Semmeln. Mit mehr als 28 Millionen verkaufter Exemplare gehörte das 1992 veröffentlichte Best-of-Album "Abba: Gold – Greatest Hits" zu den erfolgreichsten im Musikgeschäft. Dass die Ohrwürmer der 70er und 80er Jahre vor allem in Bad Säckingen unvergessen bleiben, dafür sorgte am Mittwoch im Gloria-Theater die Tribute-Band "Abba Gold" mit ihrer "Abba Gold – The Concert Show".

Kirsty Cameron als Agnetha und Claire Trusson als Frida beeindruckten mit großer Authentizität.
Kirsty Cameron als Agnetha und Claire Trusson als Frida beeindruckten mit großer Authentizität. | Bild: Marion Rank

Das Theater war lange vorher ausverkauft. Die Band mit Kirsty Cameron (als Agnetha), Claire Trusson (als Frida), Will Thierny (als Björn), Adam Fletcher (als Benny), Sebastian Hoffmann (am Bass) und Sven Zumbrock (Drums) reiste mit einem Lastwagen an, die vollständige Bühnentechnik für das Musical "Happy Landing" musste ausgebaut werden. Dafür brachten die Gäste mit ihrer authentischen Musik, originalgetreuen Kostümen und den hervorragenden Stimmen der Sängerinnen das Lebensgefühl der 70er und 80er Jahre in das Gloria-Theater. Mehr als 600 begeisterte Besucher erlebten das unvergleichliche Abba-Flair bei einer mehr als zweistündigen Live-Darbietung.

Mit "Waterloo" siegte Abba 1974 beim Grand Prix d'Eurovision – die Abba Tribute-Band bei den Besuchern des Gloria-Theaters: Der Funke sprang sofort über, steigerte sich von Lied zu Lied bei "Voulez vous", dem Liebeslied "Lay all your Love on me" oder dem gefühlvollen Lied über Freiheit ("Eagle"). Die Aufforderung, zu "Fernando" mit den Handytaschenlampen zu leuchten, überforderte viele Besucher, wild wurde diese Funktion auf dem Handy mehr oder weniger erfolgreich gesucht. Mit dem Mitsingen und Mittanzen klappte es da schon besser. Hits wie "Mamma Mia", "Boomerang", "Super Trouper", "Take a Chance on me", "Money, Money, Money", "Summer Night City", "Ring Ring", "Knowing me, knowing you" wurden bejubelt und beklatscht.

Viel Beifall erhielt die schottische Sängerin Kirsty Cameron (Agnetha) für ihre gefühlvolle Interpretation von "The Winner takes it all". Björn Ulvaeus wurde zu diesem Lied durch die Scheidung von Agnetha inspiriert. Begeisterung erweckten auch die beiden unplugged vorgetragenen Lieder "When I kissed the Teacher" und das Lied über Freundschaft "The Way old Friends do" sowie "Chiquitita", "S.O.S" und "So long". Das Publikum tobte und erklatschte sich nach "Dancing Queen" Zugaben. Dabei stand endgültig jeder: Vom Kind bis zur Oma, La-Ola-Wellen rauschten durch das Theater. Mit den Zugaben "Thank you for the Music" und "I have a Dream", den alle zum eingeblendeten Text mitsangen, endete die perfekte Illusion mit stehenden Ovationen.

Die schottische Sängerin Kirsty Cameron begeisterte im Gloria-Theater in Bad Säckingen als Agnetha mit ihrer gefühlvollen Interpretation von "The Winner takes it all".
Die schottische Sängerin Kirsty Cameron begeisterte im Gloria-Theater in Bad Säckingen als Agnetha mit ihrer gefühlvollen Interpretation von "The Winner takes it all". | Bild: Marion Rank