Auch die Deutsch Bahn vermittelte den Fahrgästen zur Zeit Fasnachtsgefühle. Nehmen wir einfach mal den letzten Freitag, abends auf der Hochrheinbahn Richtung Singen. Alle, die die Fasnacht in dicht gedrängten Kneipen und Sälen kennen und so richtig schätzen und lieben, haben sich im Zug pudelwohl gefühlt.

Kein Sitzplatz mehr, kein Stehplatz mehr, dichtes Gedränge auf der Hochrheinbahn. Wehe, wenn der in der Mitte aussteigen muss.
Kein Sitzplatz mehr, kein Stehplatz mehr, dichtes Gedränge auf der Hochrheinbahn. Wehe, wenn der in der Mitte aussteigen muss. | Bild: Privat

Dicht gedrängt, der eine dem anderen auf den Füßen, bis zur Tür, sogar dort lehnten Fahrgäste oder wurden dagegen gedrückt. Das gemütliche Schunkeln kam mit dem Ruckeln des Zuges. Nur, was fehlte, war eine zünftige Musik, Rucki-Zucki, das ist der neueste Tanz – wobei, für eine Polonaise war‘s eh zu eng.

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Und dann fehlte natürlich auch noch was, das eine Kneipe im Allgemeinen auszeichnet – etwa zum Trinken – zwar nicht grad Glühwein, denn in Ermangelung heißer, musikalischer Rhythmen bollerte die Heizung schon fröhlich genug vor sich hin. Also lieber ein kühles Bierchen.

Füße, Taschen, wenig Platz. Reisen mir der Hochrheinbahn.
Füße, Taschen, wenig Platz. Reisen mir der Hochrheinbahn. | Bild: privat

Aber schlussendlich war‘s halt doch ein Zug der DB und keine Kneipe. Damit blieb unter Strich an Fasnachtsgefühlen nichts als das Gedränge im Abteil. Und so ein Gedränge, sagte uns ein Mitfahrgast, kommt auf der Hochrheinstrecke weit häufiger vor als die Fasnacht.