Fast schon zur Tradition des Badmattenfestes gehört das schlechte Omen, das sich im Ernstfall doch nicht bewahrheitet: Drohte einem der größten Familienfeste der Region am Freitag noch meteorologisches Ungemach, so konnte Bürgermeister Alexander Guhl am Samstagvormittag bei schönstem Wetter das Fest eröffnen, das hinsichtlich der Kapazitäten des Parks wie auch der Zahl der benötigten Helfer allmählich an Grenzen stößt.

<strong>Gruppenfoto:</strong> Bürgermeister Alexander Guhl(Mitte) und die Handballer der DJK.
Gruppenfoto: Bürgermeister Alexander Guhl(Mitte) und die Handballer der DJK. | Bild: Michael Gottstein

Bei dem 27. Badmattenfest (dem 13., das die Handballer der DJK gemeinsam mit der Stadt organisierten) ging es auch um Ökologie und Nachhaltigkeit. Pastoralreferentin Sandra Bergheim lud zu einem Eröffnungsgebet ein, danach konnten sich die Besucher den 16 Spielstationen, 26 Gruppierungen, den Verpflegungsständen und dem großen Flohmarkt widmen. „Wir sind offen für alle, und diese Mischung macht das Flair des Festes aus“, sagte der DJK-Vorsitzende Wolfgang von Sperl und dankte den mehr als 100 Helfern.

<strong>Feierlich:</strong> Pastoralreferentin Sandra Bergheim eröffnete das Fest mit einem Gebet.
Feierlich: Pastoralreferentin Sandra Bergheim eröffnete das Fest mit einem Gebet. | Bild: Michael Gottstein

Um für gesundheitsfördernde Fortbewegung auf zwei Rädern zu werben, kürt das Verkehrsministerium den „RadStar“. Eine Fotografin lichtete die Bewerber ab, und ab Mittwoch, 11. Juli, werden die Bilder auf Facebook hochgeladen. Gewinnen können nicht nur die Porträtierten, sondern auch die Abstimmenden, wenn sie intelligente Kommentare abgeben.

<strong>Rockig:</strong> Christina Scholz besang unter anderem die "99 Luftballons".
Rockig: Christina Scholz besang unter anderem die "99 Luftballons". | Bild: Michael Gottstein

Die teilnehmenden Kinder hatten bei dem vielfältigen Programm jedenfalls einiges zu tun, wollten sie ihre Laufkarten ausfüllen und von der DJK zu „Glückspilzen“ gekürt werden. Sportliche durften ihre Treffsicherheit beim Schießen, Angeln, Golfen oder Torwandschießen unter Beweis stellen, und Technikbegeisterte setzten sich gerne in das Cockpit eines Segelflugzeugs. Abkühlung gab es bei den jungen Feuerwehrleuten, die eine Hausattrappe „löschten“.

<strong>Biologisch:</strong> Das Wasser sehen, fühlen und hören konnten die Kinder am Stand der Gewässerbiologie von Michael Peter.
Biologisch: Das Wasser sehen, fühlen und hören konnten die Kinder am Stand der Gewässerbiologie von Michael Peter. | Bild: Michael Gottstein

Neben subtiler Nachwuchswerbung boten viele Stände auch subtile Belehrungen, etwa die AOK, die die Faszination der Kinder für einen Apfelschälapparat nutzte, um ihnen Obst schmackhaft zu machen. Das Wasser hören, fühlen und sehen konnten die Kinder bei dem Gewässerbiologen Michael Peter, und die Schönheit der Figuren, die ein Tropfen Tinte im bewegten Wasser bildet, sprach für sich. Ökologischen Themen widmeten sich die Stadtgärtnerei und die Stadtoase, und mit dem Repair-Café wurde der Bogen zu politisch-ökonomisch-sozialen Aspekten gespannt. So informierte das Scheffel-Gymnasium, das sich auf dem Weg zur Fairtrade-Schule befindet, über internationale Handelsströme.

<strong>Rockig:</strong> Christina Scholz besang unter anderem die "99 Luftballons".
Rockig: Christina Scholz besang unter anderem die "99 Luftballons". | Bild: Michael Gottstein

Die ganze Zeit über war auf der Bühne ordentlich was geboten. „Comedy Pat“ verstand es, mit seiner Zaubershow zu begeistern. Sängerin Christina Scholz sorgte am Abend für Unterhaltung, und bis in die Nacht schlug die Band „Sameday Records“ das Publikum in ihren Bann, bevor der Zirkus Papperlapapp den Samstagabend abschloss.