Bad Säckingen - Für seine Bad Säckinger Stadtgeschichten durchforstet Filmemacher Rainer Jörger seit geraumer Zeit die Stadt nach interessanten Menschen. Dass auch in der vierten Auflage der Multimediareportage keine Langeweile aufkommt, dafür sorgen die Protagonisten, die filmisch vorgestellt werden und live auf der Bühne auftreten. Auch der 1881 gegründete Turnverein Bad Säckingen, einer der ältesten Turnvereine im Markgräfler Hochrhein-Turngau, wird am Samstag, 5. Mai, 19 Uhr, und Sonntag, 6. Mai, 17 Uhr, im Kursaal Bad Säckingen mit von der Partie sein. Jüngst besuchte Produzent Rainer Jörger den Verein und seine diversen Abteilungen und verbrachte einen sportlichen Tag mit den zahlreichen Mitgliedern. Allerdings hinter der Kamera, den Sport überließ er den Mitgliedern des Vereins. Was dieser so alles anbietet und auf die Beine stellt, wird in der Multimedia-Reportage gezeigt. Unterstützt wird diese vom SÜDKURIER Medienhaus und der Sparkassen Kulturstiftung Bad Säckingen.

Beim Drehtag geht es rund. Beispielsweise bei den Turnerinnen des Turnvereins. Während die einen vor der Kamera stehen, nutzen die anderen ihre Drehpausen zum Üben beim Bodenturnen. Rings um Rainer Jörger wirbelt es durch die Luft: Da fliegen Haare und Beine wild durch die Gegend bei einem Flick-Flack (Handstützüberschlag rückwärts), dort wird ein Handstand aus dem Stand heraus geübt, auf dem Schwebebalken tänzeln junge Turnerinnen in schwarzen Gymnastikanzügen graziös über die schmale Stange, als wäre es ein breiter und sicherer Steg, üben Drehungen und Sprünge. Bei den ganz jungen Turnerinnen geben die Trainerinnen Sicherheit mit der Hand, laufen Schritt für Schritt neben dem Schwebebalken her. Die geübteren größeren Turnerinnen, die bereits Wettbewerbe besuchen, benötigen diese Hilfestellung schon lange nicht mehr. Bei ihnen heißt es üben, üben, üben.

Weniger grazil, nämlich mit Einblicken in die fernöstliche Kampfkunst, geht es wenig später für Rainer Jörger an einem anderen Drehort weiter. Die 1980 gegründete Aikido Gruppe des Turnvereins gewährt Rainer Jörger Einblicke in die japanische Kampfkunst Aikido. Beim meist defensiven Aikido geht es nicht um Wettkämpfe. Der Name setzt sich zusammen aus: Ai (die Fähigkeit der Koordination von Gedanken, Handlungen und Vermögen), Ki (ein geschulter und disziplinierte Wille dient als lenkende Kraft) und Do (der Weg dahin führt über das Trainieren der dafür notwendigen Körperhaltungen und Einstellungen). Trainiert wird mit Langstöcken (Aiki-Jo) aus Holz und mit Holzschwertern (Aiki-Ken) die etwas kürzer sind, wodurch ein besseres Ziehen ermöglicht wird. Trainiert wird auf dicken Matten und im „Hakama“, einer traditionellen japanischen Oberbekleidung aus dem 16. Jahrhundert, die einst den japanischen Samurai hoch zu Ross als Beinschutz diente.

Kampfkunst gegen Kunstturnen, das werden nur einige der Gegensätze sein, die bei den Bad Säckinger Stadtgeschichten am ersten Maiwochenende im Kursaal zu sehen sein werden und worauf sich die Besucher freuen dürfen.

Hier gibt es Karten: Der Vorverkauf für die Show hat bereits begonnen. Karten kosten zwölf Euro an der Abendkasse (im Vorverkauf zehn Euro), Menschen mit Handicap, Schüler und Studenten zahlen neun Euro (sieben), Kinder bis elf Jahre fünf Euro (vier). Vorverkauf: Tourismus- und Kulturamt, SÜDKURIER-Geschäftsstelle und im Internet (www.reservix.de).