Das Scheffel-Gymnasium besuchen Schüler aus der gesamten Region, aber auch aus der Schweiz. "Wir haben stetigen Zulauf aus der Schweiz, beobachten aber einen Anstieg in der Unterstufe. Etwa sieben Anmeldungen von Schweizern haben wir für das kommende Schuljahr bekommen", erklärt Direktor Carsten Hansen.

Was ungewöhnlich klingen mag, ist in der Grenzregion aber durchaus üblich. "Wir haben in diesem Fall ein Abkommen mit der Schweiz", erläutert Hans-Joachim Friedemann, Leiter des Schulamts Lörrach. So sei es in der Grenzregion nicht unüblich, dass Schüler im jeweils anderen Land unterrichtet werden – an Gymnasien, aber auch in anderen Schulformen. Allerdings gebe es Einschränkungen: "Entscheidend ist, dass keine zusätzlichen Ressourcen und keine Baumaßnahmen durch die Aufnahme von Schweizer Schülern erzeugt werden", so Friedemann.

Das heißt, dass beispielsweise auch der Klassenteiler durch Schweizer Schüler nicht beeinflusst werden würde. Ein Schulgeld falle laut Schulamtsleiter nicht an. Friedemann führt aus: "Über die Aufnahme eines Schweizer Schülers entscheidet grundsätzlich der jeweilige Schulleiter im Einzelfall."

Wie viele Fünftklässler aus dem Nachbarland im Schuljahr 2018/2019 tatsächlich das Gymnasium in Bad Säckingen besuchen werden, stehe gegenwärtig noch nicht fest. "Hier tut sich noch was", sagt Schulleiter Hansen. Insgesamt werden in allen Klassenstufen am Scheffel-Gymnasium rund 30 Schüler aus der Schweiz unterrichtet.

Rund 113 Anmeldungen gab es für das kommende Schuljahr am Scheffel-Gymnasium. Während mit 47 Schülern die Mehrheit aus Bad Säckingen kommt, wollen 21 aus Laufenburg und 19 Schüler aus Murg künftig das Scheffel-Gymnasium besuchen. Lediglich fünf Anmeldungen kamen aus Wehr, neun aus den Hotzenwaldgemeinden Görwihl, Rickenbach und Herrischried.