Bad Säckingen Bad Säckingen: Trompeter als Tourismus-Zugpferd

Die Stadt Bad Säckingen will sich künftig mit Kultur und Kunst in Verbidnung mit dem Thema Genuss als neue Marke positionieren

Die Stadt Bad Säckingen will künftig die Themen Trompeter, Kultur und Musik stärker in den Vordergrund ihrer Tourismuswerbung stellen. Alexander Seitz vom Beratungsbüro Kohl und Partner hat dem Gemeinderat in seiner letzten Sitzung das neue Tourismuskonzept vorgestellt.

Was Seitz da zusammen mit Mitarbeitern des Tourismus- und Kulturamtes vorstellte, ist das Ergebnis aus zwei Workshops, die mit Vertretern aus der Gastronomie und Beherbergungsbranche sowie aus den kommunalpolitischen Gremien erarbeitet wurden. „Wohin gehen wir“?, sei dabei einer der zentralen Fragen gewesen, sagte Amtsleiterin Gabriele Wöhrle-Metzger. Man habe in den Workshops zusammen mit den Leistungsträgern den Status quo ermittelt genauso wie die Starken und Schwächen. Dabei seien immer wieder Altstadt und Trompeter in den Fokus gestellt worden. Der Trompeter war für Tourismusexperte Seitz denn auch die zentrale Figur der Stadt, die seiner Meinung nach auch eine solche Rolle in der Tourismuswerbung spielen sollte. Aber nicht nur dort, sagte Seitz. Der Trompeter werde als „die Marke“ der Stadt wahrgenommen. Das sei etwa nicht nur für den Bereich des Fremdenverkehrs von Bedeutung, sondern als eine Art „Stadt-Marke“ beispielsweise auch für Handel und Gewerbe.

Als Zielgruppen für die neue Ausrichtung sieht der Experte dabei in der Hauptsache „den interessierten Traditionalisten mit Genusskomponente“. Das bedeutet für ihn Musik, Kultur, Historisches modern präsentiert und auch Gastronomie und Wellness. Dabei weist Seitz auf eine Verbesserung des Kulturangebots hin. Er nannte unter anderem Konzerte und Ausstellungen.

Kultur funktioniere im Übrigen auch in Verbindung mit dem Rhein, so Seitz, so regte er etwa eine schwimmende Bühnen-Insel für Aufführungen an. Ziel sollte es zudem sein, auch Altstadt und Rheinufer mehr in Szene zu setzen. Um dieses Zentrum mit Kultur und Genuss könnten sich etwa die Themen Wandern, Golf, Rad, Sport oder auch Reisemobil gruppieren. Die Umsetzung dieser Ziele ist freilich in den meisten Fällen nicht zum Nulltarif zu haben. So wurden von CDU-Stadtrat Clemens Pfeiffer die Ausstellungen im Trompetermuseum angesprochen. Er wollte wissen, was aus dem „Sammelsurium“ werden solle. Es gebe ein Konzept zur Umgestaltung des Museums, so Guhl, an dem gearbeitet werde. Gabriele Wöhrle-Metzger informierte, dass davon Teile bereits umgesetzt seien, aber noch einiges zu tun sei. Aktuell müssten im Schloss aber zunächst Sanitärbereiche und dringend der Treppenaufgang saniert werden, fügte Guhl hinzu.

Harpolingens Ortsvorsteher Franz-Martin Sauer fragte in diesem Zusammenhang nach den Plänen für einen Campingplatz. Der war ursprünglich schon unter Tourismusdirektor Bernhard Mosandl beim Forsthof unterhalb des Schwimmbades angedacht. Dieser Standort sei vom Tisch, erklärte Bürgermeister Guhl. Die Fläche beim Forsthof sei zu klein. Andere Flächen am Rhein kämen wegen der Überflutungsgefahr nicht in Frage. Das Thema „Campingplatz“ sei grundsätzlich nicht vom Tisch, aber es stehe momentan nicht ganz oben auf der Liste.

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