Die beiden Bahnhöfe in Bad Säckingen und der schweizerischen Nachbargemeinde Stein sollen künftig mit einer Fahrradverbindung näher zusammenrücken. Der Gemeinderat Bad Säckingen bewilligte in der Sitzung am Montagabend für die Planung des Projektes 18.000 Euro.

Hintergrund der Maßnahme ist die Entwicklung des trinationalen Eurodistricts Basel (Deutschland, Schweiz, Frankreich) im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020. Die IBA ist keine Ausstellung im klassischen Sinn. Es ist vielmehr ein zehnjähriger Entwicklungsprozess, der eine gemeinsame Region im Dreiländereck schaffen will, die von Bad Säckingen im Osten bis Mulhouse im Westen reicht.

Stadtplaner Dirk Lohaus von der IBA Basel stellte das Projekt im Gemeinderat vor. Das Rückgrat des künftigen Eurodistricts Dreiländereck werde das S-Bahnnetz sein. Bekanntlich wird die Wiesentalbahn bereits von der SSB betrieben, gerne würde sie auch die Hochrheinstrecke übernehmen und mit einer höheren und kundenfreundlicheren Taktung versehen. Voraussetzung dafür ist freilich die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke. Bürgermeister Alexander Guhl sagte in diesem Zusammenhang, dass die Zukunft der Stadt Bad Säckingen im Westen liege, also im boomenden Ballungsraum Basel.

Wichtig sei in diesem Zuge dann die Verbindung der Bahnhöhe untereinander, so Lohaus. Zwischen Bad Säckingen und Stein wolle man das nun mit einer Fahrradverbindung versuchen. Dabei ist an einen Veloverleih an den beiden Bahnhöfen gedacht.

Laut Bürgermeister Alexander Guhl sei auch ein Buspendelverkehr geprüft worden. Das habe sich jedoch als nicht machbar erwiesen, so Guhl. Die Strecke über die große Rheinbrücke sei zu lang und stauanfällig, die Holzbrücke habe sich als Nadelöhr erwiesen.

Die Gemeinde Stein ist bei dem Veloprojekt natürlich auch im Boot und trägt ihren Teil der Planungskosten. Liegt die Planung für das Projekt vor, könnten laut Guhl über die EU entsprechende Fördergelder zur Umsetzung beantragt werden.

Auch wenn einige Stimmen im Gemeinderat die Sache kritisch sahen, wollte das Gremium dem Projekt eine Chancen geben und stimmte zu (15 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung). CDU-Stadtrat Michael Krane bezweifelte jedoch den Erfolg eines solchen Fahrradprojektes. Ohne flankierenden Bus-Shuttelverkehr werde es kaum funktionieren, sagte er.