Bad Säckingen Bad Säckingen: Friseur-Lehrlinge zeigen prächtige Haarkunst

Dreizehn Friseurinnen und Friseure legen Gesellenprüfung in der Berufsschule Bad Säckingen ab und glänzen mit kreative Ideen

Dreizehn angehende Friseurinnen und Friseure präsentierten am Wochenende ihre Gesellenstücke in der Berufsschule Bad Säckingen. Auch Familienmitglieder und Freunde waren anwesend und fieberten mit den jungen Haarkünstlern mit. Die angehenden Haarkünstler hatten rund drei Stunden Zeit, ihr Gesellenstück vorzubereiten. Leicht nervös warteten sie darauf, ihre Modelle vorzustellen. Die Stücke hatten klangvolle Titel wie „Die Schneekönigin“ oder „Rocknacht“. Die jungen Frauen und Männer haben nicht nur die Frisuren aufwendig gestaltet, sondern auch das komplette Make-up und Outfit dem Thema entsprechend erarbeitet. Nerxhivan Osmanay (Lehrling) sagte: „Ich habe mir ein zuverlässiges Modell ausgewählt, meine Schwester“. Denn auch die Modelle müssen sich viele Male Probeschminken und Frisieren lassen, so dass am Prüfungstag alles klappt.

Innungsobermeisterin Jutta Rüd erklärte, dass bei der Bewertung viele Faktoren eine Rolle spielen. Die angehenden Friseure müssten vorab einen genauen Plan erstellen und sich an diesen halten. Großen Wert legt Jutta Rüd auch auf Sauberkeit und genaues Arbeiten. Sechs Prüfer waren anwesend. Jutta Rüd appellierte, den Berufsstand des Friseurs ernst zu nehmen, „es ist genauso ein dreijähriger Ausbildungsberuf wie andere Handwerksberufe auch“. Dekorative Kosmetik gehört mittlerweile genauso zur Ausbildung dazu. Der Friseurberuf biete mit dem richtigen Talent und Fleiß viele Möglichkeiten. Ein Beispiel sei etwa der Barber-Shop, der nicht nur Haircut (Haarschnitt), sondern auch Beardcut (Bartpflege) anbietet und so den neuen Bart-Trend bediene. Oder Friseur-Studios, die sich komplett auf 60er-Jahre Schnitte und Frisuren eingestellt haben. So hätten die angehenden Friseure viele Möglichkeiten in ihrem späteren Berufsleben.

"Ich bin begeistert von den vielen kreativen Ideen und deren Umsetzung“, so Obermeisterin Jutta Rüd. Nach der Kür am ersten Tag mussten sich die dreizehn Lehrlinge am Folgetag noch einmal bei der Pflicht beweisen, unter anderm mit einem Herrenhaarschnitt oder beispielsweise der Dauerwelle. Jutta Rüd wünscht sich jedenfalls, dass alle in dem Beruf bleiben und weitermachen werden.

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