Nichts ist beständiger als der Wandel. Das gilt auch für die Berufe sowie für die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Um sich nach der Schule eine berufliche Perspektive zu verschaffen und welche Möglichkeiten es hier am Hochrhein gibt, oder wie viele, ist eingeladen zur inzwischen 22. Ausgabe des Berufsinformationstages (BIT) der Berufsbildenden Schulen am Samstag, 8. Februar, von 9.30 bis 13 Uhr, ins Bad Säckinger Schulzentrum.

An allen drei Schulen und auf dem gesamten Gelände verteilen sich die Infostände der insgesamt 73 Aussteller aus sämtlichen Berufssparten. Sie kommen aus der der Region und aus der Schweiz. Aber auch die beruflichen Schulen selbst präsentieren ihre Vielfalt. „Jede Schule hat ein Beratungsteam vor Ort“, erklärt Erika Breiling, Leiterin der Rudolf-Eberle-Schule. Zeitgleich zum Berufsinformationstag laufen auch wieder die Anmeldungen für alle Schularten der Berufsbildenden Schulen. In einem Rundkurs durch die drei Schulen kann man sich einen Überblick verschaffen.

„Gerade Unentschlossene bekommen so ein Bild von den Unternehmen, die es bei uns in der Region gibt“, so Breiling weiter. Gerade weil das Bildungsangebot so vielfältig ist, ist es auch wichtig, dass die Eltern mit dabei sind. „Man glaubt gar nicht, wie sehr sich die Bildungslandschaft verändert hat“, macht Carsten Schnell, Leiter der Hauswirtschaftlichen Schule, aufmerksam. Was den Berufsinformationstag so spannend macht, ist die Tatsache, dass inzwischen auch Firmen an der Messe anzutreffen sind, die sich bisher noch nicht präsentiert haben, was die Informationen noch vielseitiger macht.

„Firmen, die sich bisher nicht auf die Suche nach Lehrlingen machen mussten, haben gemerkt dass es nicht mehr anders geht, weil sie sonst auch keinen Nachwuchs mehr finden würden“, so Erika Breiling. Während dem Informationstag können die Schüler sich direkt mit den aktuellen Auszubildenden unterhalten. „Das finden Gespräche auf Augenhöhe statt“, sagt Raphael Schopp, Leiter der Gewerbeschule. Wer vielleicht schon eine Ahnung hat, wohin es beruflich gehen soll, hat während dem Berufsinformationstag die Möglichkeit, Unternehmen kennenzulernen. „Auch die Vergabe von Praktikumsplätzen ist möglich und kommt nicht selten vor“, erklärt Carsten Schnell. Auch die Bewerbungen können während der Veranstaltung gezielt abgegeben werden. „Und man lernt die Firma auch gleich kennen“, macht Carsten Schnell aufmerksam, dass sich ein Besuch auf der BIT auf jeden Fall lohnt.

Während sich die Technischen Schulen und Handwerksbetriebe in der Gewerbeschule präsentieren, finden sich die kaufmännischen Berufe in der Rudolf-Eberle-Schule. Pflege- und Sozialberufe sowie die Bereich Gastronomie und Hotelerie, sind in der Hauswirtschaftlichen Schule zu finden. In der Hauswirtschaftlichen Schule sind außerdem die Auszubildenden der Bildungseinrichtung Christiani aus Wallbach vertreten, die Kooperationspartner der Hauswirtschaftlichen Schule ist. Um den jungen Menschen, die bereits berufstätig sind, über die Schulter zu blicken, sind die Küchen in der Hauswirtschaftlichen Schule, die Übungsfirmen in der Rudolf-Eberle-Schule und in der Gewerbeschule sowie die Werkstätten in der Gewerbeschule geöffnet und es wird darin gearbeitet. „Es wird auf jeden Fall spannend“, so Raphael Schopp. Denn Informationen gibt an diesem Tag reichlich.

Alle Berufssparten vertreten

Beim Berufsinformationstag bieten sich jede Menge Möglichkeiten für Informationen zur beruflichen Zukunft. Gleichzeitig kann sich auch ein Bild über die Firmen in der Region gemacht werden. Bilder: Susanne Kanele
Beim Berufsinformationstag bieten sich jede Menge Möglichkeiten für Informationen zur beruflichen Zukunft. Gleichzeitig kann sich auch ein Bild über die Firmen in der Region gemacht werden. Bilder: Susanne Kanele

An allen drei Schulen und auf dem gesamten Gelände verteilen sich die Infostände der insgesamt 73 Aussteller aus sämtlichen Berufssparten. Sie kommen aus der Region und aus der Schweiz.

  • Die Aussteller im Überblick: Agentur für Arbeit, Aluminium Rheinfelden GmbH, Angell Akademie Freiburg, AOK Hochrhein-Bodensee, APM Kommunikations- und Sicherheitstechnik GmbH, Barmer, Baubus, Bayer Standort Grenzach, Bundespolizei,Bundeswehr – Karriereberatung der Bundeswehr Lörrach, Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.; Referat Freiwilligendienste, Caritasverband Hochrhein, Deutsche Bank, Deutsches Erwachsen Bildungswerk gemeinnütziger Schulträger GmbH (PTA-Schule), dm – drogerie markt GmbH + Co. KG, DSM Nutritional Products GmbH, Evonik Industries AG, Hoffmann-La Roche AG, Finanzamt Waldshut-Tiengen, Flurbereinigungsämter WT und LÖ, Franke Foodservice Systems GmbH, Franke GmbH, Freudenberg, Gemeinnützige Massageschule Bad Säckingen GmbH, Gemeinnützige Physiotherapieschule Bad Säckingen GmbH, Schule für Ergotherapie, Gewerbeschule Rheinfelden, Grieshaber Logistics Group AG, H.C. Starck Smelting GmbH & Co.KG, Handwerkskammer Konstanz, Hauptzollamt Singen , HBL gGmbH, Höganäs Germany GmbH, IKK classic, Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, Informationszentrum Zahngesundheit, Innung Gipser und Stuckateure, ISBA Internationale Studien- und Berufsakademie, Studienort Freiburg, Jehle AG, Klinikum Hochrhein GmbH, KPG Premium Gears, Landratsamt Waldshut, Lidl Vertriebs-GmbH & co. KG, Maler- u. Lackiererinnung Hochrhein, Maryan Beachwear Group GmbH, May GmbH, Morath GmbH, Otto Suhner GmbH, Polizei Baden Württemberg Polizeipräsidium Freiburg, pro optik Augenoptik Fachgeschäft GmbH, Rechtsanwaltskammer Freiburg, Remondis Süd GmbH, Rhein-Perle, Rota Yokogawa GmbH & Co. KG, Schäuble Regenerative Energiesysteme, Schleith GmbH Baugesellschaft, Schlönvogt Elektromotoren GmbH, Schluchseewerk AG, Schmidts Märkte GmbH, Schöler Fördertechnik AG, Schreiner-Innung Waldshut, Sedus Stoll AG, Seipp Wohnen, Sparkasse Hochrhein, St. Josefshaus Herten Betriebs gGmbH, Stadtverwaltung Bad Säckingen, Stadtwerke Bad Säckingen GmbH, Steuerberaterkammer Südbaden, toom Baumarkt GmbH, Umicore AG & Co.KG, Vita Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG und Volksbank Rhein-Wehra eG.

Die Chancen nutzen

Ein Beruf in der Gastronomie und Hotelerie bietet viele Möglichkeiten. <em>Bild: Susanne Kanele</em>
Ein Beruf in der Gastronomie und Hotelerie bietet viele Möglichkeiten. Bild: Susanne Kanele

Bereits von Beginn an waren die Berufsinformationstage der Rudolf-Eberle-Schule, der Gewerbeschule und der Hauswirtschaftlichen Schulen ein Renner. Konnten sich aber damals noch die Firmen die Auszubildenden aussuchen, hat sich diese Blatt inzwischen gewendet. „Für die künftigen Auszubildenden bieten sich aktuell so viele Möglichkeiten wie nie“, fasst es Raphael Schopp, der Leiter der Gewerbeschule zusammen. „Sie müssen einfach nur noch zugreifen“. Und dabei stellt sich die Frage, mit welchem Schulabschluss man welche Ausbildung beginnen kann, inzwischen fast nicht mehr“, wie es Carsten Schnell, Leiter der Hauswirtschaftlichen Schule betont. Noch nie hatten die Schulabgänger die Möglichkeit, ihren Beruf nicht nach den Noten, sondern nach den Neigungen auszusuchen. „Sich auf seine Neigungen zu besinnen, ist die beste Möglichkeit, einen Abschluss zu bekommen“, so Erika Breiling, Leiterin der Rudolf-Eberle-Schule.

Leider ist es aber auch so, dass viele Schulabgänger ihre Chancen gar nicht mehr wahrnehmen.

Infoabende werden nur wenig oder gar nicht besucht oder Termine einfach nicht eingehalten. „Viele Schüler kommen oft auf den letzten Drücker“, so die Schulleiterin.

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