Was genau ist der Treibhauseffekt? Was kann ich persönlich oder meine Stadt aktiv gegen den Klimawandel tun? Diese Fragen können rund 20 Teilnehmer des VHS-Kurses „Klimawandel und seine Folgen verstehen“ nun aus dem Stegreif beantworten. In den vergangenen Monaten haben sie sich bei fünf Terminen darüber informiert, wie der Klimawandel entsteht und was global und regional dagegen getan werden kann. „Es hat richtig Spaß gemacht und war sehr informativ. Ich habe Sachen gelernt, die selbst ich noch nicht wusste“, erklärt Ralf Däubler, Umweltbeauftragter der Stadt Bad Säckingen. Er erzählt, dass ihm bisher nicht klar gewesen sei, dass beispielsweise auch die Farben von Gebäuden und Jalousien helfen könnten, den Energieverbrauch im Haus zu senken. Frank Philipps, Kursleiter, fügt hinzu: „Bei Sonnenstrahlung absorbiert eine dunkle Farbe die Sonnenstrahlen, wie beispielsweise ein schwarzes T-Shirt im Sommer. Der selbe Effekt ist bei Gebäuden zu beobachten.“

Von links nach rechts Frank Philipp, Kursleiter und Mitarbeiter der fesa, Georg Freidel, Leitung Forstdienststelle und Energieteam European Energy Award Wehr, Ralf Däubler, Umweltbeauftrager Stabstelle Energie und Umwelt Bad Säckingen und Leiter der Volkshochschule Bernd Crößmann diskutieren gemeinsam über die Themen des Klimawandels und was die Kommunen dagegen tun können. Bild: Nina Witwicki
Von links nach rechts Frank Philipp, Kursleiter und Mitarbeiter der fesa, Georg Freidel, Leitung Forstdienststelle und Energieteam European Energy Award Wehr, Ralf Däubler, Umweltbeauftrager Stabstelle Energie und Umwelt Bad Säckingen und Leiter der Volkshochschule Bernd Crößmann diskutieren gemeinsam über die Themen des Klimawandels und was die Kommunen dagegen tun können. Bild: Nina Witwicki | Bild: Nina Witwicki

Der Fortbildungskurs wurde vom Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg, dem Institut für Fortbildung und Projektmanagement, dem WWF und der Helmholtz-Klimainitiative Reklim entwickelt. Neben dem Kursleiter waren auch die kommunalen Vertreter für Klima- beziehungsweise Umweltbelange aus Bad Säckingen (Ralf Däubler), Wehr (Georg Freidel) und Murg (Maximilian Rüttinger) anwesend. Sie erklärten, was die Kommunen gegen den Klimawandel tun und stellten sich kritischen Fragen. Auch die Errechnung, wie viel Treibhausgas eine Privatperson produziert, war Teil des Kursinhaltes. „Es fand interaktives Lernen statt, wir haben nicht nur Vorträge gehört, sondern auch Gruppenarbeiten gemacht, Diskussionen geführt oder konnten durch Live-Schaltungen Wissenschaftlern Fragen stellen“, sagt Däubler. Kursleiter Frank Philipps ergänzt, dass es in dem Kursprogramm besonders darum gehe, globale Phänomene zu erklären und diese auf regionale Ebene herunter zu brechen. Es solle nicht darum gehen, dass Menschen ihr gesamtes Leben umkrempeln, sondern auch kleine Schritte helfen, wenn sich viele beteiligen.

Der nächste Kurs an der VHS Bad Säckingen wird voraussichtlich im Frühjahr angeboten.

 

Der Kurs

Der Kurs „Klimawandel und seine Folgen verstehen – Zukunft gemeinsam gestalten“ soll im Frühjahr wieder an der Volkshochschule Bad Säckingen mit maximal 20 Teilnehmern und einer Teilnahmegebühr von 20 Euro angeboten werden. Doch auch in anderen Städten soll der Kurs künftig angeboten werden.

Weitere Informationen im Internet: 

www.fortbildung-klimawandel.de/klimafit/

www.reklim.de/wissenstransfer/klimafit-reallabor-klimawandel-und-folgen/

www.wwf.de/aktiv-werden/bildungsarbeit-lehrerservice/klima/vhs-kurs-klimafit/