Der Gemeindewahlausschuss hat jetzt das endgültige Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom Sonntag festgestellt. Dabei haben sich im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis keine nennenswerten Änderungen ergeben. Interessant ist allerdings, wen so manche Wähler als ihren Wunschbürgermeister auf den Stimmzettel geschrieben haben. Eine Stimmabgabe, die übrigens durchaus erlaubt ist.

Das könnte Sie auch interessieren

So landete Grünen-Stadtrat Michael Koubik hinter den drei bekannten Bewerbern auf Platz vier, obgleich er gar nicht kandidiert hatte. Acht Wähler hatten seinen Namen auf ihren Stimmzettel geschrieben.

Michael Koubik: Er ist in der Sparte „Sonstige“ der Stimmenkönig. Bei der Bürgermeisterwahl haben acht Wähler seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben. Dicht gefolgt wird er von Altbürgermeister Günther Nufer. Der hat sieben Stimmen erhalten.
Michael Koubik: Er ist in der Sparte „Sonstige“ der Stimmenkönig. Bei der Bürgermeisterwahl haben acht Wähler seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben. Dicht gefolgt wird er von Altbürgermeister Günther Nufer. Der hat sieben Stimmen erhalten. | Bild: SK

Dicht gefolgt wird er von Günther Nufer. Der Altbürgermeister erhielt sieben Stimmen. Allerdings wäre Nufer nicht mehr wählbar, da er die Altersgrenze für Bürgermeister bereits überschritten hat. Als Bürgermeister wählbar sind in Baden-Württemberg Personen bis zur Vollendung des 68. Lebensjahres. Amtierende Bürgermeister können ihr Amt bis 73 ausführen. Hinter Nufer teilen sich Platz sechs Grünen-Stadtrat Franz Stortz und Altbürgermeister Martin Weissbrodt. Beide erhielten je drei Stimmen. Auf zwei Stimmen kam Tobias Eder, der bei der Bürgermeisterwahl 2011 als Kandidat angetreten war. Ebenfalls zwei Stimmen erhielten Altstadtrat Wolfgang Lücker, CDU-Stadtrat Michael Maier, FW-Stadtrat Fred Thelen und UBL-Stadtrat Frank van Veen. Danaben bekamen noch zwei weitere Personen zwei Stimmen, die nicht im öffentlichten Leben stehen und daher nicht genannt werden. Eine Stimme bekamen Beck-Arkaden-Besitzer Werner Beck, Thorsten Frei, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Schwarzwald-Baar und gebürtiger Bad Säckinger, Stadtförster Gabriel Hieke, Ex-Gewerbevereinsvorsitzender Günter Jöckel, Stadtbote Horst Podien und 14 weitere Personen, die nicht im öffentlichen Leben stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Gemeindewahlausschuss hat in seiner Sitzung nur kleine Korrekturen vorgenommen. Zwölf zunächst als ungültig gewertete Stimmen wurde für gültig erklärt, berichtete Rechtsamtsleiterin Muriel Schwerdtner. Es ging dabei um Einzelstimmen für Personen, die über 68 Jahre sind und damit die Altersgrenze für Bürgermeister überschritten haben. So wurden unter anderem zunächst die Stimmen für Günter Nufer und auch für Wolfgang Lücker zu den Ungültigen gezählt. Nach Rücksprache mit dem Kommunalamt des Landratsamtes seien diese dann doch für gültig erklärt worden, so Schwerdtner. Denn nach Rechtsauffassung des Kommunalamtes seien die Stimmen solange gültig, bis durch sie tatsächlich eine Person über 68 Jahren gewählt würde.

Das Endergebnis sieht nun so aus: 13.783 Wahlberechtigte, 4309 Wähler, 4209 gültige Stimmen, Wahlbeteiligung 31,3 Prozent. Auf Amtsinhaber Alexander Guhl entfielen 3599 Stimmen (85,5 Prozent), auf Angelo de Rosa 343 Stimmen (8,2 Prozent) und auf Gesche Roestel 213 Stimmen (5,1 Prozent).