Mit langen Nächten, grauen Tagen, zwischendurch recht sonnig und außer Regen auch dem ersten Schneefall haben sich in Bad Säckingen alle Novemberfacetten gezeigt. Der letzte 1,4 Grad (°C) zu warme Herbstmonat war mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer der zehnte zu warme und mit einem Niederschlagsdefizit von 23,8 Litern pro Quadratmeter (l/m²) auch der zehnte zu trockene Monat des Jahres.

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Mit dem Tiefdruck-Trio „Zed“, „Benedikt“ und „Arne“ ist der letzte Herbstmonat grau, regenreich und rund 5 °C zu warm gestartet. Die ersten vier Novembertage regnete es in Bad Säckingen mit 23 Litern pro Quadratmeter schon vier Liter pro Quadratmeter mehr als im gesamten November des Jahres 2018. Bei weiterhin unbeständigem Wetter gingen die Temperaturen unter dem Einfluss von Tief „Carletto“ ab dem 7. auf einstellige Höchstwerte zurück. Nach acht Niederschlagstagen in Folge war der 9. der erste niederschlagsfreie Tag des Monats.

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Meist durch Tiefdruck bestimmt, ging die erste Monatshälfte zu Ende, wobei Bad Säckingen wegen des Zwischenhochs „Paloma“ in einer zum Teil sternenklaren Nacht am frühen Morgen des 14. November mit minus 0,1 °C den ersten Frosttag in diesem Herbst hatte. Somit fielen in der ersten, 1,8 °C zu warmen Novemberhalbzeit mit 31,2 l/m² erst 34 Prozent des normalen Monatsniederschlages und mit 33,5 Stunden zeigte sich die Sonne 51 Prozent des Novembersolls.

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Die zweite Novemberhalbzeit begann mit einem Zwischenhoch recht sonnig und 10,3 °C warm, bevor am 17. Tief „Günther“ für den ersten Schneefall in diesem Herbst sorgte. Bis zum 18. fielen bei dauergrauem Himmel 13,6 l/m² Niederschlag in Form von Schnee und Schneeregen. Zwischen den Tiefs „Ingmar“, „Jörg“, „Luis“ über West- und Südeuropa und dem über Westrussland liegenden Hoch „Quinci“ bestimmte die folgenden Tage ruhiges Novemberwetter mit Nebel-Hochnebel, sonnigen Abschnitten und der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen das Bad Säckinger Wettergeschehen.

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Ab dem 24. stiegen die Tagestemperaturen mit einer süd-westlichen Strömung wieder in den zweistelligen Bereich, wodurch es am 27. mit 15,1 °C die zweithöchste Temperatur des Monats gab. Nach acht niederschlagsfreien Tagen in Folge sorgte der ehemalige Tropensturm „Sebastien“ ab dem 27. mit lebhaftem Westwind für Regen. Die folgenden zwei Tage blieb es bei dem regnerischen Westwindwetter, wobei am 29. November mit 18,4 l/m² der meiste Tagesniederschlag des Monats fiel. Tief „Romy“ sorgte dann am letzten Novembertag mit sinkenden Temperaturen und viel Sonnenschein für eine Wetterberuhigung.

Unser Autor Helmut Kohler aus Schwörstadt ist leidenschaftlicher Wetterbeobachter. Er betreut die Wetterstationen im Bad Säckinger Kurgebiet, zwei Stationen in Schwörstadt sowie die Station des Deutschen Wetterdienstes in Rheinfelden. Über Wetterdaten führt er seit 1997 eine Statistik.