Laufenburg – Kleine und größere Unfälle sind an den Schulen landesweit an der Tagesordnung. Diese reichen von Verletzungen oder Schürfwunden auf dem Schulhof über Unfälle im Sportunterricht bis hin zu akuten Erkrankungen von Mitschülern oder Lehrkräften. Die Laufenburger Hans-Thoma-Schule ist für solche Notsituationen sehr gut gerüstet, denn es gibt einen Schulsanitätsdienst.

Derzeit engagieren sich 34 Schüler als Schulsanitäter. Diese verantwortungsvolle Aufgabe ist ein fester und wichtiger Bestandteil des Schulalltags und ein realer Ausdruck gegenseitiger Hilfsbereitschaft und Fürsorge. Die Realschullehrerin Andrea Spägele koordiniert und leitet die Helfergruppe bestehend aus Schülern der Werkreal- und Realschule ab Klasse 7 bis 10.

Im Rahmen des Schulsanitätsdienstes stellen die Schulsanitäter die Erstversorgung im Falle von Unfällen, Verletzungen und Krankheiten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher. Zudem sind sie bei Sporttagen, Bundesjugendspielen oder schulischen Veranstaltungen einsatzbereit. Vor allem aber haben Schülerteams an jedem Unterrichtstag Rufbereitschaft und sie sind in Teams in den Pausen präsent. Darüber hinaus erlangten die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes große soziale Kompetenzen und Fähigkeiten, die ihnen auch außerhalb des Schulsanitätsdienstes weiter helfen, betont Andrea Spägele.

Zum Glück sei an der Hans-Thoma-Schule noch nicht viel passiert, aber Blessuren gäbe es immer wieder und auch ein ausgeschlagener Zahn war schon zu verzeichnen, berichtet die Lehrerin. Hilfe leisten hieße aber auch, jemanden der sich gerade wehgetan habe, einfach in den Arm zu nehmen und zu trösten. Die Schulsanitäter versehen ihren Dienst freiwillig, ehrenamtlich und vor allem gerne und zudem mit viel Einsatzbereitschaft, wie Andrea Spägele betont. Vor rund vier Jahren hat sie diese Aufgabe von einer Kollegin übernommen. Die Schulsanitäter finden: „Helfen ist toll.“

Zu erkennen sind die jungen Helfer an extra angeschafften Jacken mit einem von einer Schülerin eigens entworfenen Logo und den roten Einsatztaschen, die mit den nötigen Utensilien gefüllt sind. Fit gemacht für ihren Dienst wurden die jungen Sanitäter zunächst in einem zwölfstündigen Erste-Hilfe-Kurs der Johanniter. Darüber hinaus schult Andrea Spägele, die über diverse Ausbildungen im Bereich der Ersten Hilfe verfügt, ihre Schulsanitäter das Jahr über immer wieder zu bestimmten Themen rund um die Erste Hilfe. Demnächst wird das Thema Wiederbelebung auf dem Programm stehen. Dazu hat sie extra einen Kurs der Initiative „Löwen retten Leben – In Baden-Württemberg macht Wiederbelebung Schule“ belegt und bekam dazu noch für ihre Schule 15 Übungsphantome mit Zubehör zur Verfügung gestellt. „Ich möchte den Schülern die Angst vor der Wiederbelebung nehmen und das geht am besten, wenn man es erstmal gemeinsam an einer Puppe üben kann“, betont sie.

Einen großen Wunsch haben die Schulsanitäter noch: Sie hätten gerne Funkgeräte für ihren Dienst. Mit diesem Wunsch haben sich die Schulsanitäter beim großen Schulwettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus beworben, der derzeit läuft

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