„Mit die zweitbeste Saison im Waldbad in diesem Jahrtausend.“ So fasste Tom Grether, der Betreiber des Kiosks im Waldbad, den Sommer 2018 zusammen. Seit Sonntagabend ist das Freibad geschlossen. 72 350 Gäste wurden gezählt. Nach 2003 mit rund 99 000 Besuchern im Waldbad ist das eine hervorragende Saison. Mai und Juni waren beim Wetter etwas durchwachsen, trotz wohltemperiertem Thermalbecken.

Das Team des Waldbads Bad Säckingen verabschiedete sich bis zur nächsten Saison. Eine harmonische Abschlussfeier beendete einen Sommer ohne Unfälle, dafür aber mit gutem Zuspruch für das Bad und den Kiosk.
Das Team des Waldbads Bad Säckingen verabschiedete sich bis zur nächsten Saison. Eine harmonische Abschlussfeier beendete einen Sommer ohne Unfälle, dafür aber mit gutem Zuspruch für das Bad und den Kiosk. | Bild: Gerd Leutenecker

Am Sonntag war ab 12 Uhr der Eintritt frei. Etwas verhalten startete der letzte Tag. Die üblichen Verdächtigen zogen bedächtig ihre Bahnen im 50-Meter-Becken. Dann kamen die Stammbesucher. „Muss heute noch meine Sonnenliege mitnehmen, deshalb mit Sohn und den Enkelkindern und einem Auto“, gestand eine Dauerbesucherin ein. Über den Sommer konnten wieder sperrige Utensilien untergestellt werden: Einmal hinbringen und am Ende der Saison wieder mitnehmen. Alles wirkt aufgeräumt und eingespielt. Das mögen die Stammgäste.

Stammgäste schätzen unterschiedliche Details

Sie stammen nicht nur aus der Trompeterstadt. Martin Pusch kommt regelmäßig aus Grenzach-Wyhlen. „Schon lange Jahre bin ich immer im Sommer hier, die temperierten Becken sind klasse und hier kann ich gut Essen“, erklärt Pusch. Die Fans des Waldbads mögen die unterschiedlichsten Details. Ob Schatten oder sonnenbeschienene Liegeflächen unter dem alten Baumbestand, jeder hat seine Vorlieben. Für die ganz Kleinen ist der große Wasserspielplatz der Anziehungspunkt.

Kostümiert konnten die Gäste beim Abbaden am Sonntagnachmittag den Sprung ins Wasser wagen.
Kostümiert konnten die Gäste beim Abbaden am Sonntagnachmittag den Sprung ins Wasser wagen. | Bild: Gerd Leutenecker

Abbaden hieß nun das Motto am vergangenen Sonntag. Nachmittags konnten die Schwimmer kostümiert ins Becken springen. Eine beliebte Aktion, bei der nicht nur die Kinder ihren Spaß hatten. Die Verkleidungen griffen oft maritime Themen auf: Bei Piraten und Meernixen war Partystimmung angesagt. Ganze Familien sprangen zusammen ins Wasser. Als Belohnung für die fantasievolle Kostümierung verlosen die Stadtwerke drei Dauerkarten für die kommende Saison. Bei knapp 40 Teilnehmern der Abbadeaktion bestand eine große Chance auf den Gewinn.

Kostümiert konnten die Gäste beim Abbaden am Sonntagnachmittag den Sprung ins Wasser wagen.
Kostümiert konnten die Gäste beim Abbaden am Sonntagnachmittag den Sprung ins Wasser wagen. | Bild: Gerd Leutenecker

Kostenlos gab es für jeden aufblasbare Wasserbälle sowie Sekt für die Erwachsenen oder auf Wunsch auch Selters. „Ein Stück weit auch Danke sagen“, das war am Sonntag der Tenor für das Team der Schwimmmeister um Christel Spickermann. Schließlich ist in der Saison kein einziger Unfall passiert.

Kostümiert konnten die Gäste beim Abbaden am Sonntagnachmittag den Sprung ins Wasser wagen.
Kostümiert konnten die Gäste beim Abbaden am Sonntagnachmittag den Sprung ins Wasser wagen. | Bild: Gerd Leutenecker

Die Unterstützung der DLRG gehört im Waldbad fest dazu. Aufsicht heißt bei den DLRG-Mitgliedern auch, kleine Hinweise zu geben, wie das Schwimmen sicher wird. Im kommenden Jahr bietet die DLRG wieder einen Erwachsenenschwimmkurs an. Seepferdchen und Leistungsprüfungen seien das eine, die DLRG achtet aber auch auf die nicht richtig ausgebildeten Schwimmer, die ihre Fähigkeiten überschätzen.

Modernisierungen stehen an

Gabriele Wöhrle-Metzger von der Stadtverwaltung und Martin Ritter von den Stadtwerken genossen das Abbaden im Waldbad ebenso wie die Stammgäste. Ihr Augenmerk lag allerdings auch auf den bis zum nächsten Jahr nötigen Arbeiten. Modernisierungen bei der Technik stehen jetzt an. Ein großes Sonnensegel am Kinderplanschbecken werde dringend benötigt. Aber auch ein neuer und zentraler Aufsichtsturm für die Schwimmmeister ist im Gespräch.