Das Fest der goldenen Hochzeit können am heutigen Donnerstag Lydia und Wolfgang Mewes feiern. Das Jubelpaar ist noch überaus rüstig. Alle Arbeiten in und um das Haus können noch selbst erledigt werden und ausgedehnte Wanderungen stehen immer noch öfters auf dem Programm.

Seit nunmehr 35 Jahren wohnt das Jubelpaar in der Trompeterstadt im Eigenheim in der Obere Flüh 45. Während Wolfgang Mewes viel in seiner Werkstatt steht und beispielsweise aus alten Baumwurzeln schönste Figuren formt, die als eine wahre Augenweide vielfach das Wohnzimmer zieren, hat Lydia Mewes einen „grünen Daumen“. Schönste Blumen und Stauden zieren die Wohnung, können aber auch im Vorgarten bestaunt werden.

Immer noch ist das Paar auf Fernwanderungen anzutreffen. Nicht nur der Schwarzwald wird immer wieder erkundet, sondern auch öfters in Fernwanderungen dem Hobby gefrönt. So schnürte man öfters auch den Rucksack, um in den Pyrenäen oder auch in den Alpen, die Schönheiten zu erkunden. So locken in diesem Jahr noch die Dolomiten. Auch viele Schiffsreisen machte das Jubelpaar schon mit.

Lydia Mewes kam in Schwäbisch Gmünd 1948 auf die Welt. Nach dem Schulbesuch wurde sie Zahnarzthelferin und arbeitete anschließend in Pforzheim, wo sie ihren Mann kennen lernte.

Als Sohn eines Landwirts kam Wolfgang Mewes 1941 in Magdeburg auf die Welt. Gleich zweimal musste die Familie flüchten, ehe sie 1953 im Münsterland eine Bleibe fanden. Wolfgang Mewes machte eine Lehre als Maschinenschlosser, war zwei Jahre bei der Bundeswehr, erlangte die Fachhochschulreife, ehe er ein Ingenieurstudium im Maschinenbau machte. Ein Aufbaustudium in Betriebswirtschaft folgte.

1968 heirateten Lydia und Wolfgang Mewes. Zwei Kinder kamen auf die Welt. In Ebingen/Albstadt konnte eine Wohnung bezogen werden. Ein Jahr später bot sich für Wolfgang Mewes die Gelegenheit, eine weiterführende Tätigkeit in der Phonoindustrie in St. Georgen anzunehmen und bald darauf die Leitung eines Zweigwerkes in Kenzingen zu übernehmen. 1977 wurde ein Eigenheim gebaut. Lydia Mewes betreute in der Folge die Eltern. 1983 übernahm Wolfgang eine leitende Stellung in der Dentalindustrie in Bad Säckingen, während seine Frau in Teilzeit in ihrem erlernten Beruf arbeitete. Im gleichen Jahr wurde auch in die Trompeterstadt umgezogen. 2004 ging Wolfgang Mewes in Ruhestand. 2008 folgte auch seine Frau.

In der Trompeterstadt fühlt sich das Jubelpaar sehr wohl. Der große Freundeskreis sorgt dafür, aber auch viele Eigeninitiativen. So hat sich Lydia Mewes als Märchenerzählerin bereits einen guten Namen gemacht und schließlich sind es auch immer wieder die vier Enkelkinder, die sich bei Opa und Oma recht wohl fühlen und selbstverständlich auch zum heutigen Jubiläum gratulieren werden.