Mit dem offiziellen Spatenstich wurden die Arbeiten für die Neuansiedelung von KPG – Kownatzki Premium Gears GmbH im Albbrucker Gewerbegebiet in Gang gesetzt. Der Spezialist in der Fertigung und Entwicklung von Zahnrädern und Antriebselementen verlagert seinen bisherigen Standort von Wehr-Öflingen an den neuen Standort.

Firmenchef will „Zukunftsfabrik“ bauen

Direkt an der B 34 gelegen ist der neue Standort des Unternehmens auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Eigens hierfür soll ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden. Dabei böten die momentane Situation mit sinkender Verfügbarkeit von Materialien und galoppierenden Baupreisen durchaus keine idealen Bedingungen um die „Zukunftsfabrik“ in Albbruck zu realisieren, versicherte Firmenchef Günter Ebi. Dennoch habe man das Projekt „zeitrichtig aufgegleist“.

Derzeit verfügt das Unternehmen über 90 Mitarbeiter und zehn Auszubildende. Mit der baulichen Entwicklung, für die entlang dem Hochrhein kaum Flächen in dieser Größenordnung vorhanden sind, werde sich die Zahl der Angestellten bald schon auf 120 steigern.

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Dominik Ebi beschrieb den im deutlich zweistelligen Millionenbetrag veranschlagten Neubau als Erweiterung in den Bereichen Produktion und Fertigungstechniken. Großen Wert legt das familiengeführte Unternehmen auf die Transparenz der Belegschaft untereinander. Man sehe sein Gegenüber, was bei den hohen Brandschutzauflagen eine große Herausforderung bedeutet habe. Der Start im Juni 2023 geplant, so Dominik Ebi. Ein echter Kraftakt für den Generalbauunternehmer Goldbeck Süd GmbH, wie es dessen Niederlassungsleiter Jörg Parschat bezeichnete.

Bürgermeister fordert weniger Einschränkungen im Planungsrecht

Hier werde ein großes Kapitel in der Firmenentwicklung aufgeschlagen versicherte die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller. Der Dank des Landrats Martin Kistler galt allen, die bereit waren das Vorhaben des innovativen Unternehmens zu unterstützen. Zehn Jahre nach dem Aus der Papierfabrik käme die Neuansiedelung „Einem 6-er im Lotto gleich“, so Bürgermeister Stefan Kaiser. Er appellierte an die Politik, Flächen für Wohnen und Gewerbe leichter zu ermöglichen. In einer Zeit, in der das Planungsrecht immer mehr eingeschränkt werde, sei man in Albbruck in der glücklichen Lage gewesen, einen rechtsgültigen Bebauungsplan an der Hand zu haben. „Wir müssen aus den Fesseln der Vorgaben befreit werden“, so Kaiser. Die Behörden könnten nur so arbeiten, wie die Politik es zulasse.