Die Gemeinde Allbruck will mit der Erschließung des Neubaugebiets Eichhölzle II sowie der Ausweisung eines verdichteten Bebauungsgebietes ein flächen-, kostensparendes und dazu noch ein umweltfreundliches Bauen ermöglichen. „Unser Ziel ist es, mit dem Neubaugebiet etwas ökologisch Hochwertiges zu schaffen“, so bewertete Bürgermeister Stefan Kaiser die Planung.

Tiefbrunnen „Bannhag“

Den Aufstellungsbeschluss für das Neubaugebiet fasste die Gemeinde bereits 2014. In der Anhörungsrunde hatte das Landesamt für Geologie und Geotechnik Bedenken geäußert bezüglich des benachbarten Wasserschutzgebietes mit dem Tiefbrunnen „Bannhag“.

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Aufgrund der geringen Entfernung sei das Neubaugebiet nicht mit den Grundsätzen des Wasserschutzgebietes vereinbar, so das Amt. Anderer Meinung war Gemeinderat Josef Tröndle, Wassermeister von Albbruck: Den Tiefbrunnen still zu legen, das würde er ablehnen. „Aus meiner Sicht ist eher von einem Gefahrenpotenzial durch die B 34 auszugehen, nicht aber von einem Wohngebiet“, sagte Tröndle.

Doch Bürgermeister Stefan Kaiser konnte eine Alternative aufzeigen: Das neue Leitungsnetz, das derzeit zur Sanierung der Trinkwasserversorgung in den Bergdörfern verlegt wird, könne auch dazu genutzt werden, Überschusswasser vom Höchenschwander Berg, das zuhauf vorhanden sei, nach Albbruck weiterzuleiten. Daher habe die Gemeinde darum gebeten, bis zur Fertigstellung des Anschlusses den Tiefbrunnen weiter nutzen zu dürfen. Dies wurde bewilligt.

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A 98 und Abfahrt Hauenstein

Angesprochen haben die Behörden auch das Konfliktpotenzial zur geplanten A 98 und zur Neuplanung der Abfahrt Hauenstein. Inzwischen wurden jedoch durch den geplanten Neubau des Zentralklinikums und den Bebauungsplan „Gesundheitspark Hochrhein“ neue Fakten geschaffen.

Zwischen B 34 und dem Rhein liegt der „Gesundheitspark Hochrhein“ für das geplante Kreisklinikum. Im Vordergrund der Tiefbrunnen „Bannhag“. Links, oberhalb der bewaldeten Böschung, liegt das Albbrucker Neubaugebiet „Eichhölzle II“
Zwischen B 34 und dem Rhein liegt der „Gesundheitspark Hochrhein“ für das geplante Kreisklinikum. Im Vordergrund der Tiefbrunnen „Bannhag“. Links, oberhalb der bewaldeten Böschung, liegt das Albbrucker Neubaugebiet „Eichhölzle II“ | Bild: Manfred Dinort

Verkehrserschließung

Von der Hauensteiner Straße führen zwei Stichstraßen ins Neubaugebiet. Nachgeschaltete Straßenverbindungen sichern die innere Erschließung. Diese Verbindungen wurden so gestaltet, dass keine höheren Geschwindigkeiten erlaubt sind und so ein viel geringerer Lärm und Schadstoffausstoß zu erwarten sind. Auch die Versiegelung der Flächen wurde deutlich eingeschränkt.

Anfang 2019 wurde mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Im Hintergrund der Lärmschutzwall und die bewaldete Böschung hinab zur B 34.
Anfang 2019 wurde mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Im Hintergrund der Lärmschutzwall und die bewaldete Böschung hinab zur B 34. | Bild: Manfred Dinort

Entwässerungskonzept

Zur Entwässerung des Baugebietes wurde ein völlig neues Konzept umgesetzt: Regenwasser wird über dezentrale Versickerungsanlagen wieder dem Grundwasser zugeführt. Geringfügig belastetes Niederschlagswasser von den Straßen wird, durch eine entsprechende Profilierung der Oberflächen, speziellen Versickerungsanlagen seitlich der Straßen zugeführt. Für Starkregen wurde eine Rückhaltefläche auf der Südseite des Baugebiets angelegt.