„Es war ein besonderes Jahr, das viele Herausforderungen an uns gestellt hat.“ Das sagte Bürgermeister Stefan Kaiser zum Schluss der letzten Sitzung des Albbrucker Gemeinderates in diesem Jahr. „Vieles davon wurde uns vom Bund und Land auferlegt, aber schließlich ist doch alles ganz gut über die Bühne gegangen.“ Die Gemeinde Albbruck habe einige Vorhaben vollendet, anderes wurde neu auf den Weg gebracht.

Das wurde 2020 bewegt

Als Beispiele nannte Kaiser die Innensanierung der Grundschule Buch, die Sanierung und Erweiterung der Grund- und Gemeinschaftsschule Albbruck, die Sanierung der Mehrzweckhalle im Ortsteil Schachen, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schachen, das neue Fahrzeug für die Feuerwehr Schachen, der Bau des neuen Hochbehälters Buch, die Umstrukturierung der Kläranlage der ehemaligen Papierfabrik, die Festlegung des Klinikstandortes mit Einleitung des Planfeststellungsverfahrens, die Planungen für den Breitbandausbau in Unteralpfen, Birkingen und Birndorf, die Erschließung neuer Baugebiete in den Dörfern, die Ausweitung der Betreuungsangebote in den Kindergärten und die Planung eines Waldkindergartens.

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Ein großes Kompliment hatte der Bürgermeister für die Mitarbeiter des Rathauses: Trotz personeller Engpässe seien alle bereit gewesen, die Ärmel hochzukrempeln und notwendige Überstunden zu leisten. Bedauerlich fand er die anhaltende Sperrung der Albtalstraße, „die länger andauern wird als gedacht“. Erfreulich sei, dass die Diskussion um die A 98 an Fahrt aufgenommen habe. Andrerseits sei es ein tristes Jahr für die Vereine gewesen, „vieles konnte nicht stattfinden“. Trotzdem seien einige Vereine mit besonderen Serviceangeboten kreativ unterwegs gewesen.

Für die Gemeinde sei es sicher nicht möglich gewesen, alle Wünsche zu erfüllen, aber manchmal sei es unumgänglich, auch mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen. „Wir sind nicht dazu da, Wünsche zu erfüllen, sondern nach bestem Wissen und Gewissen unsere Aufgaben zu machen, zum Wohle der Gemeinde.“ Obwohl man im Moment in einem schwierigen Fahrwasser sei, habe sich die Gemeinde in ihrer Planung 2021 eine Reihe von Zielen gesteckt. Und man werde alles tun, diese Ziele auch umzusetzen, Schritt für Schritt.

Ein typisches Bild aus dem Corona-Jahr: Um die Abstandsregeln einhalten zu können, tagte der Albbrucker Gemeinderat mal in der Albbrucker Halle, mal im Birndorfer Bürgersaal.
Ein typisches Bild aus dem Corona-Jahr: Um die Abstandsregeln einhalten zu können, tagte der Albbrucker Gemeinderat mal in der Albbrucker Halle, mal im Birndorfer Bürgersaal. | Bild: Dinort, Manfred

„Wenn wir auch manchmal jammern, so ist das doch ein Jammern auf hohem Niveau“, so Stefan Kaiser. Stellvertreter Günter Kaiser fügte hinzu: „Wir versprechen, dass es uns auch im nächsten Jahr nicht langweilig wird.“ Sein persönlicher Wunsch für 2021 sei, dass der Schulbetrieb wieder in geregelten Bahnen verläuft. „Vieles wurde vollendet oder neu angestoßen, für die Gemeinde war es jedenfalls kein schlechtes Jahr“, resümierte er. Den Kollegen im Gemeinderat dankte er für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

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