Eine traurige Meldung hat am Wochenende die Gemeinde Albbruck erreicht. Der Bürgermeister der Albbrucker Partnergemeinde, Alessandro Bolis, war in der Nacht zum Samstag gestorben. Mit der Nachricht aus Carmignano di Brenta ging auch die Hoffnung zu Ende, dass der Verstorbene seinen dreijährigen Kampf gegen die heimtückische Krankheit gewinnen möge. Der frühe Tod des 43-Jährigen bedeutet einen herben Verlust für seine Frau Marta und seinen fünfjährigen Sohn Giovanni aber auch für die ganze Gemeinde Carmignano di Brenta.

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Sein öffentliches Engagement in den unterschiedlichsten Gremien und sein Blick für die Weiterentwicklung seiner Heimatgemeinde werden über die Gemeindegrenzen hinaus fehlen. Alessandro Bolis, der das Girradi Technical Institute in Citadella absolvierte, setzte sein Studium der Psychologie und Techniken an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Marconi-Universität in Rom fort. Bolis, der seit 2003 Mitglied des heutigen Journalistenordens von Venetien war, wurde von seinen Wegbegleitern stets geschätzt. Von 2004 bis 2009 war Bolis Gemeinderat in Carmignano di Brenta, wo er sich im politischen Bereich für Gesundheit, Bildung und Kultur einsetzte. Anschließend war er bis zu seiner Wahl 2014 zum Gemeindeoberhaupt stellvertretender Bürgermeister und Mitglied verschiedener überörtlicher Gremien.

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Bolis, der 2019 erneut zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde gewählt wurde, war Vorstandsmitglied der Nationalen Vereinigung italienischer Gemeinden (ANCI) und Teil des Präsidialbüros mit der Zuständigkeit für Wohnungspolitik. Zudem brachte sich der Verstorbene ein im Interministeriellen Ausschuss für Überwachung des öffentlichen Wohnungsbaus im Ministerium für Infrastruktur und Verkehr.

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Wichtig war Alessandro Bolis das Zusammenrücken der Menschen innerhalb Europas. Als Befürworter der Partnerschaft mit der Gemeinde Albbruck und in Anerkennung des menschlichen Miteinanders über Jahrzehnte hinweg, hatte er gemeinsam mit seinem Albbrucker Kollegen Stefan Kaiser im Jahr 2019 beim 60-jährigen Bestehen das Partnerschaftsversprechen erneuert. Sein Wunsch war es ein Jahr später bei der ursprünglich geplanten Jubiläumsfeier in Albbruck dabei zu sein. Leider musste diese wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Nun war es Alessandro Bolis nicht vergönnt, bei der jetzt in Albbruck geplanten 65-Jahrfeier in zwei Jahren dabei zu sein. Neben den Kontakten des Partnerschaftskomitees aus Carmignano di Brenta und dem Albbrucker Freundeskreis hatten sich in den vergangenen Jahren Verbindungen zwischen den Fußballern des SV Albbruck und dem Blasorchester Albbruck wieder belebt. Dies war auch für Bolis ein Zeichen dafür, dass sich herzliche Verbindungen immer wieder durch gegenseitige Besuche fortsetzen lassen.