Erwin Heinrich Wolpert aus Birndorf ist vor wenigen Tagen im Alter von 72 Jahren gestorben. Nach dem er sich von der erstmals vor vier Jahren aufgetretenen schweren Krankheit gut erholt hatte und seiner geliebten Gartenarbeit nachgehen und sportlich aktiv sein konnte, war diese im vergangenen Jahr wieder zurückgekehrt.

Um den engagierten Pädagogen trauern neben seiner Ehefrau, den beiden Kindern und zwei Enkelkindern auch viele Freunde und Weggefährten, denen er in den unterschiedlichsten Bereichen ein Vorbild war. Mit einer Schwester ist er in Plankstadt aufgewachsen und machte in Schwetzingen Abitur.

Blick auf Lebensstationen

NAch der Hochschul-Reifeprüfung wechselte Wolpert nach Mannheim und studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Geschichte. An der Klinik-Schule in Freiburg hatte er sich während seines Zivildienstes hauptsächlich für behinderte Kinder engagiert. Gemeinsam mit seiner 1974 geheirateten Ehefrau Ingrid kam Erwin Wolpert 1977 nach Waldshut-Tiengen, wo er an seiner ersten Dienststelle, den gewerblichen Schulen, die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde unterrichtete. Die Zeit bis zu seinem Ruhestand 2012 war unterbrochen durch die elfjährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Volkshochschule Waldshut.

Gegen Bau des Kernkraftwerks

Zudem war der Verstorbene zwei Jahre kommissarischer Kulturreferatsleiter der Stadt. Stets war Erwin Wolpert politisch interessiert, wobei sein Engagement und Handeln stets von der Fürsorge um kommende Generationen geprägt war. Mit dem 1977 vollzogenen Wohnortwechsel nach Waldshut verstärkte sich auch seine Bereitschaft sich gegen den Bau des Kernkraftwerks Leibstadt einzusetzen. 1980 rief er als Initiator und Gründungsmitglied mit einigen Gleichgesinnten den Ortsverband Waldshut „Der Grünen“ ins Leben, deren Kreisverband er später mitgegründet hat.

Engagiert in der Politik

Nach dem 1982 erfolgten Umzug der Familie nach Birndorf übernahm er zwei Jahre später den Vorsitz, in dem von ihm mit gegründeten Ortsverband Albbruck. In den Folgejahren saß der ehrenamtliche Politiker 13 Jahre im Albbrucker Gemeinderat. Auch vertrat er die Interessen seiner Partei im Regionalverband Hochrhein Bodensee und war acht Jahre lang Schöffe am Sozialgericht in Freiburg.