Einen Vorgeschmack auf die Haushaltslage 2022 gab Bürgermeister Stefan Kaiser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Danach sei kaum mit einer Besserung der Finanzlage zu rechnen. „Die Regelungen des FAG (Finanzausgleichsgesetz), wonach die Kompensationszahlungen im Bereich der Gewerbesteuer in voller Höhe zur Berechnung der Steuerkraftmesszahl herangezogen werden, sorgen dafür, dass die Gemeinde mit sehr hohen Zahlungen rechnen muss, sowohl beim kommunalen Finanzausgleich als auch bei der Kreisumlage“, sagte er. Jedenfalls werde die Gemeinde nicht ohne schmerzhafte Einschnitte bei den Ausgaben herumkommen.

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„Da wird einiges auf uns zukommen, so dass wir uns gehörig an die Decke strecken müssen“, so Stefan Kaiser.Leider könnten noch keine verlässlichen Zahlen genannt werden. Dies liege weitestgehend an der unsicheren Planung im Hinblick auf die FAG-Leistungen im Kindergartenbereich, da es hier noch keine klaren Regelungen gäbe, wie die Kinderzahlen aufgrund der Corona-bedingten Betriebsschließungen berechnet werden. Im ersten Entwurf des Haushaltsplanes wurde daher aus Mangel an Alternativen die Zahlen von 2021 fortgeschrieben. Die Beratungen über die Planung des Haushaltsjahres 2022 für den Kernhaushalt und den Haushalt des Wasserversorgungsbetriebes wurde an den Finanz- und Verwaltungshaushalt übertragen, der sich am 24. November zu einer Sitzung um 16 Uhr trifft. Die Beschlussfassung für den Haushalt 2022 ist für den 20. Dezember vorgesehen.