Als Folge der Corona-Krise ist die digitale Ausstattung der Schulen wieder stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates war Anja Fabian, Schulleiterin der Grundschule Buch zu Gast, um den Medienentwicklungsplan ihrer Schule vorzustellen. Das Ziel ihrer Schule sei, die Digitalisierung auf einen aktuellen Stand zu bringen und Lehrern und Schülern eine sichere Handhabung im technischen Bereich zu ermöglichen.

Das Programm werde von Bund und Land gefördert, sodass der Eigenanteil des Schulträgers, also der Gemeinde, nur noch bei zwanzig Prozent liege. Bedingung für die Gewährung von Zuschüssen sei die Vorlage eines umfassenden digitalen Konzepts, an dem die Schule Buch zwei Jahren gearbeitet habe. Zur Wunschausstattung gehören diverse Steuerelemente, Beamer, Lautsprecher, Laptops und Drucker, verteilt auf vier Klassenzimmer. Das Programm wurde mit einem Fachplaner abgestimmt und auch mit der Gemeinde abgesprochen, so Anja Fabian. Die Gesamtkosten bezifferte sie mit rund 41.000 Euro.

„Dabei haben wir uns auch bemüht, gegenüber unserem Schulträger unser Konzept transparent zu machen“. Bei dem Programm ginge es auch darum, neben Sprache, Schrift und Mathematik das notwendige Wissen zu vermitteln, um aktiv an der sich rasant entwickelnden digitalen Welt teilnehmen zu können und einen bewussten Umgang mit den digitalen Medien zu pflegen, „solange die Kinder dafür noch offen sind und nicht schon ihre eigenen Wege gehen.“ Zurzeit verfüge die Schule über einen eigenen Computerraum mit 23 PCs.

Bürgermeister Stefan Kaiser verwies auf die laufenden Sanierungsarbeiten an der Schule Buch, da sei auch eine aktuelle digitale Ausstattung ein gewichtiger Gesichtspunkt. Zustimmung gab es auch seitens der Gemeinderäte: Katrin Drexler (die Grünen) verwies auf die schwierigen Erfahrungen, die sie selber machen „durfte“, als ihre Kinder zuhause betreut werden mussten und es an dem erforderlichen Equipment fehlte. Und so sei es auch vielen anderen Eltern ergangen.

Günter Kaiser (CDU) verwies auf die deutlichen Mehrbelastungen für die Lehrer, vor allem wenn es zuhause bei den Kindern an der notwendigen Ausstattung und Kompetenz fehlte.