Coronabedingt musste 2020 der Albbrucker Weihnachtsmarkt abgesagt werden. Jetzt gab es im Gemeinderat eine lebhafte Diskussion über das Für und Wider eines Weihnachtsmarktes 2021. „Auf Grund der steigenden Impfquote können wir ein Stück weit zur Normalität zurückkehren, aber angesichts einer vierten Welle müssen wir vorsichtig bleiben“, so Anna Kerbst vom Ordnungsamt der Gemeinde. Das bedeute, dass Zugangskontrollen durch den Veranstalter gewährleistet werden müssten, so dass den Besuchern/innen nach der 3G-Kontrolle (geimpft, genesen, getestet) ein sichtbarer 3G-Nachweis zur Verfügung gestellt werden könnte, etwa durch ein Bändchen am Handgelenk.

Das könnte Sie auch interessieren

Denkbar wäre auch, den Einlass ausschließlich den Personen mit einem 3G-Nachweis oder, in der Alarmstufe, mit dem 2G-Nachweis zu gewähren, der an bestimmten Punkten eines umzäunten Geländes erfolgen müsste. Entsprechend seien auch die Vorgaben beim Verkauf von Speisen und Getränken. Da aber der Abstand auf den Weihnachtsmärkten nicht zuverlässig eingehalten werden könne, müsste generell eine Maskenpflicht gelten. Bürgermeister Stefan Kaiser: „Einen großen Markt kann ich mir in der gegenwärtigen Situation nicht vorstellen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Für die Gemeinde würde das bedeuten, das Marktgelände einzuzäunen, um die Zugangskontrollen durchführen und dauerhaft die Maskenpflicht kontrollieren zu können. Der Personalaufwand und die Kosten dafür wären enorm hoch, zumal auch für den gesamten Marktablauf Personal zur Verfügung gestellt werden müsste. Einen anderen Standpunkt vertrat Jürgen Rotzinger (CDU): Soweit er aus Kreisen der Vereine gehört habe, werde großer Wert auf eine Durchführung des Marktes gelegt, da es in der gegenwärtigen Situation für die Vereine oft die einzige Möglichkeit sei, Einnahmen zu generieren. „Wir sollten versuchen, so weit wie möglich zu einem normalen Leben zurückzukehren, das Dorfleben in Gang halten und den Markt, vielleicht in abgeschwächter Form, durchführen“, meinte er. Stefan Kaiser gab ihm im Prinzip recht, aber der Aufwand wäre ihm zu groß.

Daher schlug er vor, den Vereinen die Möglichkeit einzuräumen, ihre Stände in eigener Initiative aufzubauen und in eigener Regie das Sicherheitskonzept umzusetzen und ihr Konzept auch der Gemeinde zur Genehmigung vorzulegen. Ramona Buckel (FWV) bestätigte, sie sei oft angesprochen wurde, wenigsten den Weihnachmarkt abzuhalten, zumal bereits das Dorffest der Pandemie geopfert werden musste. Katrin-Julia Drexler (die Grünen) fand den Aufwand für die Gemeinde zu groß, das könne der Gemeinde nicht zugemutet werden. Britta Ebner (SPD) schlug vor, dass die Standbetreiber ein eigenes Hygienekonzept erstellen und das der Gemeinde vorlegen. Stefan Kaiser entschied: „Die, die wollen, die werden von uns auch unterstützt. Aber wir wollen nicht als Veranstalter auftreten“.