Erst kürzlich wurde im Gemeinderat über das Hundeproblem am Rheinuferweg und am Badeplatz Dreispitz geklagt, das seit dem Sommer für Hunde gänzlich gesperrt ist. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat eine Erhöhung der Hundesteuer sowie die Änderung der Hundesteuersatzung zur Differenzierung von Hund und Kampfhund.

Das könnte Sie auch interessieren

Dazu erklärte Bürgermeister Stefan Kaiser: „Für diese Maßnahme gibt es keinen speziellen Anlass“; die Mehrzahl der Hundehalter halte sich an die Regeln, „aber schwarze Schafe gibt es immer.“ Die Gemeinde habe, so begründete er die Neufassung, seit Einführung im Jahre 1996 die Hundesteuer nicht mehr erhöht. Dank der Änderung erwartet die Gemeinde jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 8352 Euro, sofern die Zahl der Hunde gleichbleibt.

Das könnte Sie auch interessieren

Für den ersten Hund und einen Kampfhund „mit bestandenem Wesenstest“ sind jährlich 100 Euro fällig ; für jeden weiteren Hund und Kampfhund mit bestandenem Wesenstest 200 Euro. Für den ersten Kampfhund ohne bestandenen Wesenstest sind 400 Euro fällig; für jeden weiteren 600 Euro. Die Zwingersteuer (etwa für Hundezüchter) wird in der neuen Satzung auf 200 Euro je Hund festgesetzt.

„Mit der Erhöhung der Steuersätze liegt die Gemeinde kreisweit im oberen Drittel“, erklärte Bürgermeister Stefan Kaiser in der Sitzung. Bisher gab es keine Differenzierung zwischen Hunden und Kampfhunden. Aktuell ist nur ein Kampfhund mit erfolgreiche bestandenem Wesenstest in der Gemeinde gemeldet.

Steuerbefreiung möglich

In der neuen Satzung sind unter anderem auch Details zur Haftung, Steuerbefreiung, Steuervergünstigung, Anzeigepflicht und zur Hundesteuermarke geregelt. Eine Steuerbefreiung kann auf Antrag für Hunde gewährt werden, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe tauber oder sonst hilfsbedürftiger Personen dienen; für Rettungshunde der für Hunde zur Bewachung von abgelegenen Wohngebäuden.

Das könnte Sie auch interessieren

Gemeinderat Franz Brüstle (FWV) sagte: „Ich hätte es besser gefunden, wenn man bei der Differenzierung auch gefährliche Hunde einbezogen hätte, also Hunde, die bereits auffällig geworden sind. In Baden-Württemberg gibt es jährlich über 1000 Menschen, die von Hunden verletzt werden.“ Es wäre auch besser gewesen, wenn sich Albbruck an der Praxis anderer Gemeinden orientiert hätte. Dazu stellte Stefan Kaiser klar: „Wir haben uns orientiert und zwar an der Mustersatzung des Gemeindetages Baden-Württemberg“. Mit einer Gegenstimme votierte der Gemeinderat für die neue Satzung, die zum 1. Januar 2021 in Kraft tritt.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €