Ein schönes Gefühl war es, einmal wieder Blasmusik unter freiem Himmel genießen zu können. So empfanden es die Besucher, die sich zum Saufest des Musikvereins Unteralpfen auf dem Festplatz vor der Gemeindehalle einfanden – diesmal allerdings mit kleineren Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Zunehmend Sorge bereitete das Wetter. Während es am Vormittag nur etwas tröpfelte, wurde daraus ein leichter Dauerregen, der, mit kleineren Unterbrechungen, den ganzen Tag anhielt. Daher suchten die Besucher Schutz unter den zahlreichen Sonnenschirmen, die diesmal als Regenschirme begehrt waren.

Musik und Bewirtung

Auch den Musikern, die ebenfalls unter einem Dach aus Schirmen Platz genommen hatten, sah man die Freude an, nach der langen Corona-Pause endlich wieder vor einem größeren Publikum spielen zu können. Dann konzentrierte sich das Interesse der Besucher schnell auf das Studium der Speisezettel, die auf jedem Tisch, unter einer wasserdichten Folie, ausgelegt waren. Angeboten wurden die traditionellen Spezialitäten vom heimischen Schwein, darunter hausgemachte Schlachtplatten in unterschiedlichen Varianten sowie Stücke vom Spanferkel. Ganz oben in der Gunst des Publikums standen die Bratwürste, die mit Sauerkraut und Kartoffelbrei serviert wurden. Wer nicht an den feuchten Bänken und Tischen Platz nehmen wollte, konnte sein Menü auch in Spezialbehältern mit nach Hause nehmen. Aber dazu musste man Geduld mitbringen, denn um die Mittagszeit bildeten sich vor der Theke längere Schlangen.

Die Parksituation

Dabei verstanden es die Musiker, nicht zuletzt auch durch ihre witzigen Ansagen, die Stimmung fröhlich zu halten. Den Anfang machte der Musikverein Birndorf, gefolgt von der Trachtenkapelle Buch und der Gruppe Noochschlag, alle mit einem klassischen, flotten Repertoire. Oben, auf der Zubringerstraße, dem Tröndlinweg, stauten sich die Autos. Bei diesem Wetter war fast niemand gerne zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Und wer nur seine Speisen abholen wollte, für den war das Auto auch die bevorzugte Wahl. Viele Gäste verbanden ihren Besuch mit einem Abstecher zur Brennerei Marder im Oberdorf, dem „Fichtenhof“, der zu einem Tag der offenen Tür eingeladen hatte und auf seine Produkte einen Preisnachlass gewährte.