Nicht nur Personen die verstärkt im Homeoffice tätig waren, freuen sich, dass es bald schnelles Internet gibt. Dies allerdings zunächst nur in den Ortsteilen Birndorf, Birkingen und Unteralpfen. Albbruck und die beiden Ortsteile Buch und Schachen müssen weiterhin mit den momentanen Leistungen auskommen. Und das hat einen Grund: Durch die Monopolstellung der Telekom konnte die Gemeinde Albbruck in diesen Bereichen nicht tätig werden und sich dem Backbone-Netz im Landkreises anschließen.

Im voll besetzten Bürgersaal Birndorf informierte die Netzbetreiberfirma Stiegeler über die Neuerungen und Bürgermeister Stefan Kaiser freute sich, dass sehr viele Menschen künftig von der neuen Internetversorgung profitieren wollen. Sein Dank galt auch allen, die in der Vergangenheit die Behinderungen im Straßenverkehr und Verzögerungen im Baufortschritt bei den Tiefbaumaßnahmen meist problemlos hingenommen hätten.

Während in Birkingen die Arbeiten gemeinsam mit dem kompletten Ausbau und der damit verbundenen Optimierung sämtlicher Versorgungsleitungen ausgeführt werden konnten, wird der Vollausbau in Unteralpfen „Im Schlatt“ und in der Leiterbachstraße im Frühjahr fortgesetzt werden. In den übrigen Bereichen, in denen die Erdarbeiten fertiggestellt werden konnten, erfolgt die Kalibrierung (Überprüfung der Durchlassmöglichkeit), danach die Einblasung der Glasfaserversorgung und Kabelverlegung bis zum Gebäude.

Über die weiter notwendigen Schritte in den Gebäuden informierten Mitarbeiter der Firma Stiegeler. Sie stellten auch die im Anschluss möglichen Nutzungsvarianten und entsprechenden Tarife vor. Mit Glasfaser gebe es keine Einschränkungen durch gleichzeitige Mehrfachnutzung von Internet, TV oder Telefon. Alles was von den Nutzern gebucht werde, komme am Router an, so die Auskunft der Fachleute. Über 120 Gemeinden sollen vom eigenen Backbone Standort der Firma Stiegeler deren Sitz in Schönau ist und an die der Zweckverband das Backbonenetz verpachtet hat, von Frankfurt aus versorgt werden.

Von Veranstaltungsteilnehmern geäußerte Bedenken zu Ausfällen konnten durch die Tatsache, dass die Versorgung durch eine Ringleitung erfolgt, beseitigt werden. Durch den direkten Zugang zum Hauptnetz in Frankfurt sei die Betriebssicherheit für Notrufnummern gegeben.