Corona hat in den letzten Monaten das Vereinsleben ziemlich lahmgelegt und auch in naher Zukunft wird es die üblichen Veranstaltungen nicht geben. Nicht nur die kameradschaftlichen Kontakte der Mitglieder untereinander leiden darunter, sondern auch das Veranstaltungsangebot ist geschrumpft, ganz zu schweige von den fehlenden Einnahmen in den Vereinskassen.

Wenn alles wie früher wäre, dann stünden in Albbruck speziell die „Vereinswirte“ und ihre Mannschaften über das erste Septemberwochenende ganz schön im Stress.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es das Albbrucker Dorffest. Hygienevorschriften und Abstandsregelungen wie sie derzeit notwendig sind, wären in diesem Jahr einfach nicht zu erfüllen, sind sich die Vereine einig. Doch bei allem Verständnis dafür beklagen sie auch die fehlenden Einnahmen.

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„Wenn schon in den letzten Jahren die Ausgaben immer höher wurden und speziell bei schlechtem Wetter mit sinkenden Einnahmen der Gewinn am Ende auch immer bescheidener wurde, so können die Vereine nur schlecht darauf verzichten“, versicherte Christian Kasper.

Als Vorsitzender vom Sportverein Albbruck waren er und seine Kollegen stets bemüht, mit zusätzlichen Angeboten und der Ergänzung der Speisekarte die Vielseitigkeit in der kleinen Budenstadt am Leben zu erhalten.

Anfänglich war das Dorffest in der Schulstraße angesiedelt. Doch immer wieder waren es strukturelle Veränderungen im Ortskern, die den „Festplatz“ verdrängten und einen Umzug notwendig machten. Mit diesem waren immer wieder auch Standortdiskussionen aufgekommen. Rasch waren sich die Festwirte aber einig kein Dorffest am Ortsrand veranstalten zu wollen.

So war es immer wieder Aufgabe der Verantwortlichen mit einer Neueinteilung wie zu letzt in der Eisenbahnstraße und dem südlich gelegenen Gelände den Belangen der Vereine gerecht zu werden. Dies war für den langjährigen „Mister Dorffest„ Hardy Reddmann, ebenso eine Herausforderung wie für seinen Nachfolger Bernhard Bächle.

In das Bedauern über den Ausfall mischt sich aber auch die Hoffnung, dass im kommenden Jahr die Tradition fortgesetzt und das 45. Albbruck Dorffest stattfinden kann.

Schließlich ist dies immer auch für das Blasorchester Albbruck, das traditiongemäss zum Fassanstich spielt, wie für die übrigen Musikvereine, die über die beiden Tage auf der Festbühne für Unterhaltung sorgen, der erste Auftritt nach der Sommerpause.