In seinem vierten Tagesordnungspunkt hatte der Gemeinderat über die Vergabe von vier Aufträgen zu beschließen. Das verlief aber nicht nach Plan, weil die Verwaltung bei zwei Vergabepunkten einen Rückzieher machte.

  • Breitbandausbau: Ausgesetzt wurde die Vergabe des Breitbandausbaus für die Ortsnetze Birkingen, Birndorf und Unteralpfen, der in Kooperation mit der Gemeinde Laufenburg ausgeschrieben worden war. Dazu zählen eine Vielzahl von Arbeiten, darunter Tiefbauarbeiten, Spülbohrungen, Pressungen, Kabelverlegungen, der Bau von Verteilerschächten, Hausanschlüsse, KWL-Verbände und Spleiß-Arbeiten (Herstellung spezieller Verbindungen). Im Vorfeld hatte sich die Gemeinde für die Vergabe von Einzel-Losen entschieden, um damit auch regionale Bieter anzusprechen. 25 Unternehmen holten die Ausschreibungsunterlagen bei den Gemeindeverwaltungen ab, sechs reichten Angebote ein, die alle im Rahmen einer Kostenschätzung lagen, die vom Planungsbüro Gutmann aus Höchenschwand erstellt worden war. Trotzdem schlug Bürgermeister Stefan Kaiser vor, die Vergabe aufzuschieben, um weitere Details abzuklären.
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  • Schule Albbruck: Aufgeschoben wurde auch Vergabe der Rohbauarbeiten zur Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule Albbruck. Da hier das günstigste Angebot 21 Prozent über der Kostenberechnung lag, stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag von Bürgermeister Stefan Kaiser zu, die Ausschreibung aufzuheben und neu zu verhandeln. „Was bringt uns das?“ wollte CDU-Gemeinderat Josef Tröndle wissen. „Wir haben doch keine andere Wahl, die Arbeiten müssen ausgeführt werden.“ Dazu Stefan Kaiser: „Wir wollen nochmals direkte Gespräche führen, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.“
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  • Hochbehälter Buch: Vergeben wurden die Arbeiten am neuen Hochbehälter Buch für die Automatisierung und den Schaltschrank. Hier waren drei Angebote eingegangen. Den Zuschlag erhielt die Firma Rittmeyer aus Nürtingen für einen Angebotspreis von 105.894 Euro. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Wasserversorgung wurden die verschiedenen Hochbehälter über eine Fernwirkanlage miteinander verbunden, um von zentraler Stelle die Daten abrufen und die Anlagen steuern zu können. Ein Großteil der Arbeiten wurde bereits von der gleichen Firma ausgeführt. Daher schlug die Gemeindeverwaltung vor, auch den dritten und letzten Bauabschnitt an die Firma Rittmeyer zu vergeben, um damit die Einheitlichkeit der Gesamtanlage zu gewährleisten und die Störanfälligkeit zu verringern. Mit den bisherigen Installationen durch die gleiche Firma sei die Gemeinde gut beraten gewesen und auch im Bereich der Störungsbehebung seien aufgetretene Probleme in kürzester Zeit per Fernwartung ausgeräumt worden.
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  • Kanalsanierung: Für einen Angebotspreis von 139.894 Euro erhielt die Firma Klefenz aus Waldshut-Tiengen den Zuschlag für die Kanalsanierung in offener Bauweise im Ortsteil Unteralpfen, wo derzeit die Schmutzwasserkanäle saniert werden. Die Arbeiten, die mit einem Roboter ausgeführt werden können, wurden bereits vergeben. Die jetzige Ausschreibung beinhaltet die Maßnahmen, die im offenen Graben ausgeführt werden. An der Submission beteiligten sich fünf Unternehmer.