Kaum ein Verein leidet seit dem vergangenen Jahr nicht unter der Corona-Pandemie und den mit ihr verbundenen Auflagen. Neben den ausgefallenen Begegnungsmöglichkeiten sind es vor allem die finanziellen Verluste, die die Vereinsverantwortlichen beklagen. Vielfach mussten Investitionen plötzlich zurückgestellt werden und der Kameradschaftspflege dienende gesellige Unternehmungen einfach ausfallen, um in der Vereinskasse das befürchtete Loch nicht größer werden zu lassen.

Wie bei der IG Eine Welt in Albbruck könnte es aber problematisch werden, wenn feste Zusagen zur Unterstützung Hilfsbedürftiger und bereits gut angelaufener Hilfsprojekte kaum mehr möglich wären. „Momentan können wir dank guter Ergebnisse in den letzten 25 Jahren und vor allem einer großzügigen Spendenbereitschaft unseren Verpflichtungen noch nachkommen“, versicherte Brunhilde Eckert, die über die Vereinsfinanzen wacht. Sie lässt gemeinsam mit dem Vorstandsteam keine Möglichkeit aus, doch noch Gelder zu erwirtschaften. Schließlich hoffe Padre Oralino in Campo Grande in Brasilien ebenso auf die weitere Hilfe wie Pater Aidan in Tansania.

Für beide hat sich die Situation in der jüngsten Vergangenheit drastisch verschlechtert. Zu all den von der Pandemie verursachten Schwierigkeiten, musste Patre Oralino durch mutwillige Zerstörung verursachte Schäden an seiner für Jugendliche und Frauen aufgebauten Einrichtung hinnehmen. Bis hier die Arbeit wieder aufgenommen werden könne, sei die von der Albbrucker IG Eine Welt zugesagte jährliche Unterstützung in Höhe von 6000 Euro zur direkten Unterstützung von Familien umso wichtiger.

„Wir stehen im Wort, zu helfen und die Projekte nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen“, sind sich die Albbrucker ehrenamtlichen Entwicklungshelfer einig. Dies bedeutet auch, dass für das von Pater Aidan in Tansania errichtete Kinderhaus jährlich 10.000 Euro notwendig werden. Neben diesem Betrag wurden auch zum weiteren Ausbau der Infrastruktur 6000Euro überwiesen.

Wenn man im Blick auf mögliche Aktivitäten in naher Zukunft eher skeptisch ist, so will man in der IG Eine Welt“ doch jede Chance nutzen, um aktiv zu sein. So wurde bereits zum zweiten Mal für das ausgefallene Birndorfer Hofladenfest „Paella to go“ angeboten und ein weiteres Mal den Kunden vor dem Edeka-Markt in Albbruck Schokofrüchte und Crêpes offeriert, um so zumindest einen Bruchteil der Einnahmen aus „normalen“ Jahren erwirtschaften zu können.