Auf der Gemarkung Hohenfels auf einem Grundstück der Gemeinde Albbruck gibt es einen „Einungsmeisterwald“. Nachdem in der jüngsten Vergangenheit durch den Klimawandel, Sturmschäden und die starken Verluste durch den Borkenkäfer immer mehr Nadelbäume in den hiesigen Wäldern verschwunden sind, hatten sich die Einungsmeister der ehemaligen Grafschaft Hauenstein zum Ziel gesetzt, ihrem Wappensymbol der „Hauensteiner Tanne“ neue Aufmerksamkeit zu schenken und damit für die kommenden Generationen die Tanne durch Neupflanzungen zu erhalten.

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Kurz vor dem Jubiläum zum 650-jährigen Bestehen, das im kommenden Jahr ansteht, wurde der Beschluss gefasst, Heimatpflege auf besondere Art zu bestreiten und mit der Pflanzaktion zu beweisen, dass sich Traditionspflege auch in der Natur verwirklichen lässt. Mit dem zuständigen Forstrevierleiter Wolfgang Walz und der Unterstützung der Gemeinde Albbruck fand die Aufforstung statt. Nachdem bis vor acht Jahren ein 40-jähriger Fichtenbestand heranwuchs, war auf dem Gelände südlich der Verbindungsstraße von Hohenfels nach Buch ein Totalausfall zu beklagen. Hecken hatten sich ausgedehnt und Brombeeren überwucherten die Fläche, auf der nur zu einem geringen Teil Naturverjüngung erfolgte. Als 600 Tannen und 300 Stieleichen gepflanzt waren, trafen sich die Akteure, um Rückschau zu halten, den Blick in die Zukunft zu richten und an Bürgermeister Stefan Kaiser ein Erinnerungstafel zu übergeben.

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Kaiser sprach, an Redmann Gerhard Neugebauer und seine Einungsmeister gewandt, von einem tollen gemeinsamen Projekt und „Nachhaltigkeit pur und einer beispielhaften Aktion für nachfolgende Generationen“. Nicht nur die Kosten für die Pflanzaktion wurden aus der Kasse des Fördervereins der Grafschaft Hauenstein übernommen. Im Frühjahr soll zudem eine Ruhebank aufgestellt und die Pflege des heranwachsenden Waldes durch die Einungsmeister übernommen werden.