Den Landkreis kostet es Geld, die Autofahrer viel Zeit: Eineinhalb bis zwei Jahre Bauzeit dürfte der Ersatzbau für die Brücke über die Eisenbahn benötigen, die Albbruck mit Schachen und dem Hotzenwald verbindet. Der Zeitpunkt der Baustelle ist ungewiss. Ebenso unsicher ist, ob die zweite Verbindung von Albbruck in den Hotzenwald dann schon wieder für den Verkehr geöffnet sein wird.

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Letztere, die Albtalstraße, ist zwischen Hohenfels und Tiefenstein bekanntlich wegen Felsstürzen seit Jahren gesperrt. Ob diese Landesstraße während des Brückenbaus in der Schachener Straße wieder zur Verfügung steht, darauf wollten sich Landrat Martin Kistler und Bruno Hilpert vom Straßenbauamt nicht festlegen, als der Verkehrs- und Umweltausschuss des Kreistags die Planung für den Neubau der Kreisstraßenbrücke für 208 000 Euro an ein Konstruktionsbüro in Konstanz vergab.

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Die Konstanzer hatten 2018 zunächst den Auftrag des Kreises zur Planung einer Ertüchtigung der bestehenden Straßenbrücke als einzige Bieter erhalten. Jetzt wird ein Neubau notwendig. Zum Verhängnis wurde der heutigen Brücke ein dickes Leerrohr im Überbau, das in den Plänen der Brücke nicht verzeichnet ist. Es beeinträchtigt die Statik so, dass eine Ertüchtigung des bestehenden Bauwerks nach Expertenmeinung nicht möglich ist. Die Fördergelder für die geplante Sanierung flossen im vergangenen Juli wieder zurück.

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Vor Baubeginn muss der Ersatzbau ein komplettes Planfeststellungsverfahren durchlaufen. Planung und Bau sind aufwändig, in und unter der Brücke laufen etliche Versorgungsleitungen. Die eigentlichen Baukosten, die das Land zur Hälfte bezuschussen kann, wurden im Kreis-Ausschuss nicht benannt.

Kreisrat Franz Brüstle (Freie Wähler) aus Albbruck freute sich immerhin über den vorgesehenen Radstreifen am östlichen Brückenrand und hofft, dass sich künftig auch ein Radweg in Richtung Schachen anschließen wird.