Die Erschließungsarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus am südlichen Ortsrand von Schachen haben begonnen. Im Baugebiet „Beuge“, an der K 6544, entsteht der Neubau für rund eine Million Euro. „Dabei geht es uns darum, den Brandschutzbedarfsplan umzusetzen und gleichzeitig die Zukunft der Feuerwehrabteilung Schachen zu sichern“, erklärte Bürgermeister Stefan Kaiser in der Sitzung des Gemeinderats. Bislang lief alles nach Plan: Im November 2020 wurde die Baustelle eingerichtet, der Humus und die darunterliegende Erdschicht wurden abgetragen und der Baugrund wurde befestigt, um die Gebäudefundamente aufnehmen zu können.

Bereits ausgeführt wurden die Erschließungsarbeiten für das Bebauungsgebiet „Beuge“ am südlichen Ortsrand von Schachen, wo das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut wird.
Bereits ausgeführt wurden die Erschließungsarbeiten für das Bebauungsgebiet „Beuge“ am südlichen Ortsrand von Schachen, wo das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut wird. | Bild: Manfred Dinort

Außerdem wurde die Zufahrtsstraße angelegt mit einer Abzweigung für ein kleines Wohnbaugebiet, das sich nördlich des Feuerwehrareals anschließt. Durch Grünelemente und straßenbegleitende Bäume sollen der Straßenraum und das Baugebiet gegliedert und aufgewertet werden. Auch ein neuer Fußweg aus Richtung Dorf wurde angelegt, auf privatem Gelände, das vom Besitzer kostenlos für diesen Zweck zur Verfügung gestellt worden war. Gemeinderat Franz Brüstle (FWV) aus Schachen merkte dazu an: „Ich habe mich bereits 1995 für einen Gehweg in diesem Bereich eingesetzt, doch damals sind die Gespräche im Sande verlaufen.“

Mitte Dezember hatte der Gemeinderat die Rohbauarbeiten für rund 195.000 Euro an die Firma Berger aus Herrischried vergeben. Als Fertigstellungstermin wurde der 1. Juni 2021 vereinbart. Laut Plan wird das Neubaugebiet im Trennsystem entwässert, das heißt: es soll eine in Schmutz- und Regenwasser getrennte Abwasserbeseitigung eingerichtet werden. Das anfallende Regenwasser, so die Vorgabe, muss weitestgehend auf privaten Flächen versickern oder in Rückhaltebecken aufgefangen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Bisher war die Feuerwehrabteilung Schachen in einem alten Gebäude in der Hochsaler Straße untergebracht, das schon lange nicht mehr den Anforderungen entsprach. Die eingezwängten Anlagen wiesen erhebliche bauliche Defizite auf, für eine Erweiterung fehlte der Platz. Auch für die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges war kein Platz vorhanden.

Das könnte Sie auch interessieren

2018 hatte der Gemeinderat den Bebauungsplan „Beuge“ beschlossen, auf einem Gelände, das als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen war. Festgelegt wurde auch, den Ortsetter zu erweitern und das Ortsschild weiter nach Süden zu versetzen. Das Regierungspräsidium mahnte an, dass der Bedarf für die zusätzlichen Wohnbauflächen im weiteren Verfahren noch näher begründet werde und die Vereinbarkeit von Feuerwehrgerätehaus und angrenzender Wohnbebauung bezüglich des Lärmschutzes gewährleistet wird.