Regie für den Breitbandausbau führt das Planungsbüro Gutmann aus Höchenschwand, die Arbeiten werden von der Firma Staller aus Grafenhausen ausgeführt. Im Oberdorf sind bereits einige Straßenzüge angeschlossen, darunter die Oberalpfener Straße bis hin zum Sportplatz und dem Sportlerheim. „Ich bin überrascht, wie zügig die Arbeiten vorangehen“, so äußerte sich Gemeinderat Stefan Marder (SPD). Die Kabel werden in die Straßen eingefräst, zurück bleibt eine 20 Zentimeter breite Spur. Außerhalb des Ortsetters verlaufen die Stränge neben der Straße im grünen Randbereich. Die ausgefrästen Rinnen werden zunächst mit einem groben Belag verschlossen, der Feinbelag wird erst zum Schluss aufgebracht.

Gemeinderat Stefan Marder an einer Verteilerstation in Unteralpfen.
Gemeinderat Stefan Marder an einer Verteilerstation in Unteralpfen. | Bild: Manfred Dinort

Inzwischen liegt der Schwerpunkt der Arbeiten in der Stiegstraße. Denn auch die Schulgebäude am Stieg und der Stieghof, ein landwirtschaftlicher Betrieb, sollen einen Anschluss bekommen. Auch hier kann der größte Teil der Trasse im grünen Bereich neben der Straße verlegt werden. Für jedes Grundstück wird eine Abzweigung installiert mit einem ein Meter langen Verbindungsstück. Die Anlieger haben die Möglichkeit, ihre Hausanschlüsse selber zu verlegen. Und die meisten machen auch von diesem Angebot Gebrauch. Dazu ist es erforderlich, sich die Leerrohre auf dem Bauhof in Albbruck zu besorgen, die Kosten werden mit den Anschlussgebühren verrechnet. „Man muss sie rechtzeitig bestellen und man kann sie, jeweils am Mittwoch, abholen“, so Stefan Marder.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates hatte er angeregt, zwei Abholtermine anzubieten, da es schon des Öfteren zu Engpässen gekommen sei. Bestellungen, so erklärte er, könnten aber auch über die Internetseite der Gemeinde vorgenommen werden (breitband@abbruck.de). Er selbst hatte bei Umbauarbeiten auf seinem Grundstück bereits die Leerrohre eingelegt. Der Hauptverteiler, so Stefan Marder, die Pop-Station, werde an der Halle installiert.

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An den Straßenabzweigungen befinden Sich die Verteilerschächte. Ein Blick in einen offenen Schacht zeigt die Komplexität der Leitungen: Erst die beiden Schutzrohre, dann wird die Speedpipe eingezogen und zuletzt werden die feinen Glasfasern in die Pipe eingeblasen. Einmal wöchentlich führt das Büro Gutmann vor Ort eine Besprechung mit den Anliegern durch, um die Wochenplanung vorzustellen und mögliche Einschränkungen beim Anliegerverkehr abzuklären. Die ausgefrästen Rinnen werden gleich wieder aufgefüllt und erhalten zunächst einen vorläufigen Belag, um den Straßenabschnitt möglichst schnell wieder öffnen zu können.