In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplanes „Lehhalde“ im Ortsteil Unteralpfen. Grund für die Änderung: Bei den Anwohnern hatten die Neubaupläne für Proteste gesorgt. Auf Kritik stieß vor allem der geplante Neubau eines dreigeschossigen Bürogebäudes mit Wohnetage.

In der Nachbarschaft formierte sich eine Anwohnerinitiative, um den Ausbau des Gewerbegebietes in Grenzen zu halten. Beanstandet wurde auch, dass aufgrund der Hanglage die geplanten Gebäude noch höher wirkten als sie tatsächlich seien. Traufhöhen von sieben Metern für die Hallen und zehn Metern für das Bürogebäude, das sei für die Anlieger nicht akzeptabel, hieß es. Zumal der Altbestand deutlich niedriger sei und sich harmonisch in das Gesamtbild einfüge.

Kompromissbereit

Bemängelt wurde auch das Fehlen von Ausgleichmaßnahmen im Grünbereich, etwa durch das Pflanzen von Sträuchern und Bäumen. Daraufhin zeigte Daniel Moser aus Unteralpfen, Antragsteller und Eigentümer des Gewerbegebietes, Kompromissbereitschaft. Mitte Juli lud er zu einer Infoveranstaltung für Nachbarn, Gemeinderäte und Verwaltung, an der auch Bürgermeister Stefan Kaiser teilnahm. Dabei bekundete er auch seine Bereitschaft, die Pläne zu überarbeiten.

Verzicht auf das dritte Geschoss

Jetzt lagen die geänderten Pläne dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vor. Wesentlicher Teil der Änderung: Die Traufhöhe wird auf sieben Meter begrenzt, das Bürogebäude wird auf eine zweigeschossige Bauweise reduziert und in Größe und Höhe den angrenzenden Gebäuden angepasst. Auch Sabrina Munoz-Gerteis, Mitarbeiterin des Bauamtes, stellte in der Sitzung nochmals klar: „Von dem ursprünglich geplanten dreistöckigen Wohn- und Bürogebäude wird Abstand genommen. Das Gebäude bewegt sich jetzt auf dem gleichen Niveau wie die benachbarten Hallen.“

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Zudem sei geplant, das Gesamtbild durch eine Bepflanzung aufzulockern und entlang der Zufahrtsstraße Bäume zu pflanzen. Bürgermeister Stefan Kaiser erklärte: „Soweit ich das beurteilen kann, hat der Antragsteller den Wünschen der Anlieger entsprochen.“ Für ihn sei das ein vernünftiger und akzeptabler Weg, um beiden Seiten entgegen zu kommen. Alois Eckert (CDU) erklärte: „Ich finde es gut, dass in Unteralpfen investiert wird“. Die Gebäude seien nicht höher als die Zweifamilienhäuser in der Nachbarschaft und das sei für ihn akzeptabel.

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Franz Brüstle (FWV) bemängelte, dass es ein Fehler gewesen sei, die Nachbarschaft nicht in die Planung einzubeziehen. „Damit wurde viel Vertrauen zerstört“, sagte er. Weiter schlug er vor, ein Schaugerüst aufzustellen. Die Antwort des Bürgermeisters: „Sinn einer öffentlichen Sitzung ist, über die Planung zu informieren“, das sei nicht die Aufgabe des Bauherrn. Und in der Sitzung am 8. April seien keine Einwände vorgebracht worden. Für die Aufstellung eines Schaugerüstes sehe er jetzt keine Notwendigkeit mehr.