Die Sanierungsarbeiten an der Grundschule Buch dauern länger als ursprünglich erwartet. Die Corona-Pandemie, überlastete Handwerker und nicht zuletzt der aufgetretene Mangel an entsprechendem Materialien führen dazu, dass Projektleiter Walter Hausin erneut den Fertigstellungstermin verschieben musste. Hatte man lange damit gerechnet, dass mit dem Beginn des Schuljahres 2021/2022 die Schüler wieder vom Unteralpfener Schulgebäude, das seit Herbst 2019 als Schulort dient, nach Buch umziehen können, so wird dies so nicht der Fall sein.

Im Gespräch mit Elternvertretern und Schulleitung sei die Situation auf der Baustelle erörtert worden, berichtete Bürgermeister Stefan Kaiser. Man rechne damit, dass im Februar 2022 der Unterricht wieder an der Grundschule Buch mit ihrem völlig neu sanierten Innenleben stattfinden kann.

Sanitär, Heizung und Elektrik

Bislang wurde der gesamte Bereich Heizung, Sanitär und Elektro komplett erneuert und auf den heute üblichen technischen Stand gebracht. Dabei wurde der EDV-Bereich in enger Absprache mit der Schulleitung geplant. Sämtliche Flure, die im Notfall als Fluchtwege dienen, mussten entsprechend den Vorgaben des Brandschutzes ertüchtigt werden.

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Die vorhandenen Holzdecken wurden entfernt und die neue Unterkonstruktion mit doppelten Rigipsplatten beplankt und eine darunter liegende Akustikdecke angebracht. Auch in den Klassenzimmern wurde durch neue Decken die Akustik auf den heutigen Stand gebracht. Zudem wurden in den oberen Klassenzimmern Be- und Entlüftungsgeräte eingebaut.

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Durch die Gesamterneuerung der Installationen war es zu enorm vielen Auf- und Wanddurchbrüchen gekommen. Diese mussten verputzt und die Wandflächen mit neuem Unterputz versehen werden. Hinzu kam, dass die Durchbrüche von Zimmer zu Zimmer und von Stockwerk zu Stockwerk brandschutztechnisch entsprechend abgeschottet werden mussten.

Lieferprobleme

Bei den Türen gibt es Lieferschwierigkeiten im Zusammenhang mit den Beschlägen, da in Teilbereichen Spezialbeschläge verwenden werden. Ursprünglich waren für die Fußböden Kautschukbeläge vorgesehen. „Kautschuk ist auf dem Weltmarkt leergekauft, was zu den unübersehbaren Lieferproblemen führt“, erklärte Walter Hausin. Diskutiert werde, anstelle von Kautschuk Linoleumböden einzubauen. Trotz der derzeitigen Schwierigkeiten hoffen alle an der Totalinnensanierung der Bucher Schule Beteiligten, dass die Baumaßnahme bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird.