Albbruck (de) Nach der langen Reise in die weißrussische Heimat hat für die während vier Wochen zu einem Erholungsaufenthalt im Landkreis Waldshut weilenden Kinder aus Ritschow, Shitkowitschi und Umgebung der Alltag wieder begonnen.

Längst nicht allen ist der Abschied von ihren Gasteltern leicht gefallen. Größtenteils waren die Jungen und Mädchen erstmals von zu Hause fort und sammelten in völlig anderer Umgebung neue Eindrücke. Und dies war auch für diejenigen möglich, die kein Deutsch sprachen.

"Wir verständigen uns Händen und Füßen", berichtete eine Gastmutter, die gleich zwei Jungen in ihrer Familie aufgenommen hatte und Erfahrung aus den vergangenen Jahren hatte, spontan aufkommendes Heimweh zu lindern. Immer wieder wurden vom Verein "Zukunft für Ritschow" organisierte gemeinsame Aktivitäten angeboten. Diese reichten von Schwimmbadbesuchen, einem Tanznachmittag beim Tanzsportclub Blau-Weiss Waldshut, Schnitzeljagd im Waldshuter Wildgehege, kreativen Nachmittagen, dem Besuch bei einem Imker und den von Gabriele Maigler organisierten Ausflug an den Feldberg.

Heike Gisy und ihre Familie hatten wie in den Vorjahren den Familientag organisiert. Dank der vielen Salatspenden und einem riesigen Kuchenbüffet wurde dieser Tag einmal mehr für die jungen Gäste Alexander, Olga, Katharina und die anderen Kinder zu einem kulinarischen Erlebnis.

Mit einem eigens für diesen Anlass mit den Betreuerinnen einstudierten Programm bedankten sich die Kinder bei ihren Gastfamilien. "So groß wie ein Baum, so bunt wie ein Bild" ließen sie in Deutsch in frerundschaftlicher Verbundenheit mit den Gastfamilien erklingen. Ohne Menschen, die bereit seien Kinder aufzunehmen, könnten diese hier auch nicht Neues entdecken, eine andere Kultur kennenlernen und verstehen warum es wichtig ist Deutsch zu lernen, versicherte Betreuerin Olga Agievich.

Die Vereinsvorsitzende Hedi Müller und ihre Stellvertreterin Elena Denisova-Schmidt hoffen, dass es auch künftig Familien geben wird, die bereit sind, die anstehenden Projekte zu unterstützen. "Mit ihrer Bereitschaft Kinder aufzunehmen haben sie zu deren gesundheitlicher und geistiger Entwicklung beigetragen", versicherte das Vorstandsduo.

Gleichzeitig wurde auf die Förderung junger Auszubildender und Studenten eingegangen und als größte Herausforderung für den Verein die Renovation der Kinderstation im Krankenhaus von Shitkowitschi genannt, die zwar mit finanzieller Entwicklungshilfe von Deutschland erst ermöglicht wurde, aber für den Verein ein erheblicher finanzieller Aufwand bedeutet.