Mit dem traditionellen Mehlsuppenessen starteten die Albbrucker Narren in aller Frühe in den Schmutzigen Donnerstag. Albgaischter und Tschättermusik verbreiteten auf ihrem Weg in Richtung Kindergärten und Schule den närrischen Bazillus.

Anziehungspunkt: Kleine und große Narren versammelten sich beim Narrengericht auf dem Rathausplatz, wo nach dem abendlichen Hemdglunki-Umzug der Hemdglunki-Ball stattfand.
Anziehungspunkt: Kleine und große Narren versammelten sich beim Narrengericht auf dem Rathausplatz, wo nach dem abendlichen Hemdglunki-Umzug der Hemdglunki-Ball stattfand. | Bild: Doris Dehmel

Von diesem bereits seit der Wiiberfasnacht und dem weiteren Auftritt bei der Seniorenfasnacht infiziert, waren die gut behüteten Fastnachtsdamen unterwegs. Bürgermeister Stefan Kaiser wurde im Laufe des Vormittags durch die Albgaischter seiner Macht enthoben und gab bereitwillig seinen Schlüssel ab.

Zwangsnarr: Ob es für Bürgermeister Stefan Kaiser wirklich eine Strafe ist, künftig im eigens für ihn kreierten Albgaischter-Kostüm zu erscheinen, wird sich zeigen.
Zwangsnarr: Ob es für Bürgermeister Stefan Kaiser wirklich eine Strafe ist, künftig im eigens für ihn kreierten Albgaischter-Kostüm zu erscheinen, wird sich zeigen. | Bild: Doris Dehmel

Bei der Anklage für seine verschiedenen Vergehen nutzten auch seine fantasievollen Einwände nichts, um einer Verurteilung zu entkommen. Künftig wird auch er an der Fasnacht zumindest die Miniatur-Ausführung vom Albgaischter-Häs tragen. Beim Vorwurf, als Freund von Fördervereinen bislang die Narren vergessen zu haben, entschied Stefan Kaiser bei einer Anwesenheit von mindestens 15 Albgaischtern in vollem Häs in einer sommerlichen Gemeinderatssitzung schließlich, einen närrischen Förderverein anzuregen.