Seit mehr als vier Jahrzehnten ist das Albbrucker Kirchenkonzert in der St. Josef-Kirche der Höhepunkt im Vereinsjahr des Blasorchesters Albbruck. Mit der ökumenischen Uniformweihe durch Pfarrer Klaus Fietz und Pfarrerin Heidrun Moser erlebten die Musikerinnen und Musiker in diesem Jahr eine weitere Besonderheit. Nach über 30 Jahren haben sie von der roten Farbe des Jaketts auf blau-grau gewechselt und sich als Remizenz an die bisherigen Uniformen die rote Farbe für die Krawatte erhalten. 35.000 Euro mussten für die Neubeschaffung aufgewendet werden, was ohne die Unterstützung von Spendern nicht möglich gewesen wäre.

Pfarrer Klaus Fietz hatte gemeinsam mit Pfarrerin Moser bei der Uniformweihe den Segen Gottes für die Vereinsmitglieder und Konzertbesucher erbeten.
Pfarrer Klaus Fietz hatte gemeinsam mit Pfarrerin Moser bei der Uniformweihe den Segen Gottes für die Vereinsmitglieder und Konzertbesucher erbeten. | Bild: Doris Dehmel

Ebenso dankbar sei man auch für die Notenspenden für das Konzert gewesen, versicherte Vorsitzender Andreas Wieser. Frei nach dem Motto „himmlische Klänge“ hatte Dirigent Thomas Zumsteg das Programm zusammengestellt und damit im vollbesetzten Gotteshaus die Konzertbesucher begeistert. Eröffnet wurde mit Anlehnung an „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ das Konzert mit einer Komposition aus dem Jahr 1535, der an diesem Abend die Werke zeitgenössicher Komponisten folgten und mit „White Passport to Heaven“ das Werk von Satoshi Yagisawa zur Aufführung gelangte.

Irene Hofmann (Alt) reihte sich mit ihrem stimmgewaltigen Auftritt ein in die Reihe der musikalischen Höchstleistungen, die das Publikum beim diesjährigen Kirchenkonzert des Blasorchester Albbruck erleben durfte.
Irene Hofmann (Alt) reihte sich mit ihrem stimmgewaltigen Auftritt ein in die Reihe der musikalischen Höchstleistungen, die das Publikum beim diesjährigen Kirchenkonzert des Blasorchester Albbruck erleben durfte. | Bild: Doris Dehmel

Dabei verriet Laura Huber, die durch das Konzert führte den Besuchern auch, dass die vergriffenen Noten nur durch einen Extradruck aus Japan nach Albbruck gelangte. Nach dem farbenfrohen aber auch mit melancholischen Momenten durchsetzen musikalischen Spektakel „Fireworks“ von Raphael Strasser stand Irene Hofmann mit ihrer Stimme und „Lenas Sang“ aus dem 2004 entstandenen Film „Wie im Himmel“ im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens.

Mit „Fate of the Gods“ oder übersetzt „Schicksal der Götter“ erlebten die Konzertbesucher auf ganz besondere Weise den von dem weltweit bekannten Dirigenten, Komponisten und Arrangeur, Steven Reineke, angenommenen himmlischen Kampf zwischen Gut und Böse.

Musikalisches Feuerwerk

Nach dem sich zum klassischen Kanon entwickelten Stück „Den store stjerna – Der hellste Stern“ wurde mit „Stairway to Haeven“ ein von Roy Philippe arrangierte Stück aus der Hartrock-Szene der „Zeppelins“ eine weitere musikalische Nuance erlebbar, ehe mit „Omisoka“ von Itaru Sakai ein Neujahrsabend mit Feuerwerk nachempfunden und der Schlusspunkt hinter ein bravouröses musikalisches Feuerwerk vom Blasorchester Albbruck unter der Leitung seines „Winterdirigenten“ Thomas Zumsteg gesetzt wurde.