„Die Grundversorgung mit Lehrern ist gesichert, die Schülerzahlen sind stabil, die Bedingungen für das neue Schuljahr sind gut“, sagte Klaus Tritschler, Rektor der Grund- und Gemeinschaftsschule Albbruck bei einem Gespräch mit dieser Zeitung. Andrerseits sei es aber dringend erforderlich, die räumlichen Kapazitäten der Schule auszubauen, um den Unterrichtsbetrieb auch im Sinne einer Gemeinschaftsschule abwickeln zu können.

Seit September 2015 wird die Schule Albbruck als Gemeinschaftsschule geführt. Gleichzeitig wurde die ehemalige Grund- und Werkrealschule aufgehoben. Mit der neuen Schulform kann ein Realschulabschluss angeboten werden, zum ersten Mal im Schuljahr 2020/21. Im nächsten Schuljahr läuft die alte Werkrealschule mit 55 Schülern und dem Abschluss in der 10. Klasse aus. „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir damals den Zuschlag für eine Gemeinschaftsschule bekommen haben“, so Klaus Tritschler. „Sie bietet heute die beste Möglichkeit, Bildung in zeitgemäßer Form zu vermitteln, den Schulstandort attraktiv zu gestalten und einer Abwanderung bei den Schülern vorzubeugen“.

Einer der wesentlichen Merkmale der Gemeinschaftsschule ist der stetige Wechsel der Arbeitsformen, mal im Frontalunterricht, mal im individuellen Arbeiten, mal in Ruheräumen, mal in Ateliers. Dabei ist der Einsatz von Lernampeln ein wichtiges Hilfsmittel. Ist die Ampel auf Rot gestellt, bedeutet das: „Ich komme nicht weiter, ich brauche Hilfe.“

Voraussetzung für das Gelingen einer Gemeinschaftsschule sei allerdings, so Tritschler, eine Mehrzuweisung an Lehrern der neuen Generation und der Ausbau der Schule, der noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll, die entsprechenden Landeszuschüsse seien zugesagt. Geplant ist ein Anbau an der östlichen Seite des Grundschulgebäudes mit sechs Klassenräumen und diversen Ateliers für Coaching in Kleingruppen.

Auf der Nordseite soll eine neue Aula für 200 Personen entstehen und auf der Westseite, über dem Heizungskeller, ist eine neue Mensa geplant. Tritschler: „Die Pläne liegen längst in Freiburg vor, wir rechnen mit einem baldigen Beginn der Bauarbeiten.“ Die Kosten für die Erweiterungsbauten wurden von der Gemeinde auf zehn Millionen Euro veranschlagt, für dieses Jahr sind im Gemeindehaushalt eine Million eingeplant.

Wichtig ist an der Schule auch das Thema Inklusion, die im neuen Schuljahr in den Klassen zwei und fünf bis neun, umgesetzt werden soll. Die 23 Kinder werden von eigenen Betreuungslehrern begleitet, die vom Landratsamt gestellt werden. Dabei würden, so Klaus Tritschler, gute Erfolge erzielt und auch die anderen Kinder würden davon profitieren.