Im Alter von 91 Jahren ist am Donnerstag Franz Rudigier im Kreise der Familie verstorben. Der gebürtige Laufenburger betrieb lange in seiner Heimatstadt und danach in Albbruck eine Zahnarztpraxis. Über 60 Jahre lang gehörte er der Narro-Altfischerzunft an.

Der Verstorbene wirkte in vielen Laufenburger und Albbrucker Vereinen und wurde für seine Verdienste im Ehrenamt 1988 mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Franz Rudigier wuchs als drittes von neun Geschwistern in der Laufenburger Altstadt auf.

Nach seiner Praktikantenzeit beim früheren Zahnarzt Brand in Laufenburg und seinem Studium in Freiburg und Karlsruhe, folgten Auslandspraktika in den USA und Kanada. Nach Kriegseinsatz und kurzer französischer Gefangenschaft ließ sich Franz Rudigier als Zahnarzt zunächst in Laufenburg nieder.

1960 gründete Franz Rudigier zusammen mit seiner Frau Gertrud (geborene Keck) eine Familie, in der zwei Töchter und ein Sohn heranwuchsen. 1964 erfolgte der Umzug nach Albbruck. Hier übte er die Zahnheilkunde bis zur Praxisübergabe 1990 an seine Nachfolgerinnen aus.

Franz Rudigier stellte sich immer in den Dienst der Allgemeinheit. Auf dem kirchlichen Sektor war das frühere Mitglied des Laufenburger Kirchenchores später Pfarrgemeinderat in Albbruck, Referent für Ehevorbereitung und leitete mit Hugo Lauber ein Jahrzehnt den Albbrucker Seniorenkreis. Über 75 Jahre lang war er DLRG-Mitglied.

Im Besitz des deutschen, schweizerischen und isländischen Lebensrettungs-Brevets leitete er die Ortsgruppen Laufenburg sowie Albbruck und brachte vielen Jugendlichen das Schwimmen und Retten bei. Über 60 Jahre war Franz Rudigier Mitglied der Narro-Altfischerzunft 1386 Laufenburg, in dem das mit dem Hochrhein-Verdienstorden ausgezeichnete Ehrenmitglied über Jahrzehnte Bühnenstücke für den Hauptbott schrieb. Über 45 Jahre lang gehörte er dem Lions Club Waldshut an.