Einem zweiten Anlauf will Stefan Maise aus Unteralpfen unternehmen, um seine Vision eines Naturcampingplatzes auf seinem eigenen Gelände am Ortsrand von Unteralpfen, im Bereich „Dörfle“, zu realisieren. Um eventuelle Bedenken und Sorgen der Anwohner vorweg abklären zu können, hatte er zu einem Infoabend ins Gasthaus „Linde“ eingeladen.

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Knapp 20 Bürger waren seiner Einladung gefolgt, unter ihnen der Schachener Gemeinderat Franz Brüstle, der Geschäftsführer des Vereins Eco-Camping Wolfgang Pfrommer und vier direkte Anwohner.

Stefan Maise plant, auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Wiesen- und Weideareal einen kleinen Campingplatz mit 50 Stellplätzen einzurichten, davon etwa 30 für Zelte und zehn für Wohnmobile und Wohnwagen. Dazu kommen weitere Einrichtungen wie etwa ein Tipi, eine Jurte, mehrere Wohnfässer, ein Baumhaus und ein Feuer-Pavillon, der zum Mittelpunkt des Platzes werden soll.

Angebot für Radler und Wanderer

Das Angebot gelte insbesondere für Radfahrer, Wanderer, Kletterer und Ruhe suchende Urlauber, so Maise. Das neue, überarbeitete Konzept sieht auch eine PV-Anlage vor, die gleichzeitig für eine Beschattung des Parkplatzes sorgen soll, Pkw- und Radladestationen. Geplant ist auch ein eingezäunter Bereich, wo Hunde „Gassi“ gehen können. Damit soll der Gefahr einer Verschmutzung der umliegenden Wiesen vorgebeugt werden. Angesprochen werden sollen vor allem Wanderer (der Hotzenwald-Querweg führt direkt am Campingplatz vorbei), Wanderer auf dem Albsteig (der von Albbruck durch das Albtal zum Feldberg führt), Radfahrer, Kletterer (der Erikafelsen im Albtal bei Albbruck liegt nur zehn Autominuten vom geplanten Campingplatz entfernt) und Wohnmobiltouristen.

Mehr Interesse erhofft

„Insgesamt herrschte an dem Infoabend eine gute und überwiegend positive Atmosphäre“, so äußerte sich Stefan Maise gegenüber dieser Zeitung. „Es ging sachlich zu und es gab nur eine einzige Wortmeldung von einer Anwohnerin, die sich um mögliche Lärmbelästigungen sorgte“. Von den übrigen Anwohnern seien keine kritischen Anmerkungen oder Fragen gekommen. Stefan Maise bedauerte, dass keiner der Unteralpfener Gemeinderäte, trotz persönlicher Einladung, vor Ort war. Ebenso seien die beiden benachbarten Hofbesitzer, die sich beim ersten Mal kritisch geäußert hatten, nicht anwesend gewesen. „Ich hatte mir mehr Interesse bei den Unteralpfener Bürgern erhofft“, so Stefan Maise, „zumal die Einladung mehrfach veröffentlicht wurde und ich 450 Flyer verteilt habe“.