Im Jahr 2020 wird in Albbruck das 60-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden Albbruck und Carmignano di Brenta. Bereits ein Jahr zuvor wird man sich an die 1959 in der italienischen Partnergemeinde an das Ereignis erinnern, das dann ein Jahr später mit der Unterzeichnung der Urkunde in Albbruck und bis heute mit Leben erfüllt wurde.

Papierfabrik als Impulsgeber

Immer weniger Einwohner sind es, die sich an diese Verschwisterungsfeier erinnern können an welcher der verstorbene ehemalige Landesgerichtspräsident Herbert Tröndle als Sohn der Gemeinde die Festrede hielt.

Der Impuls für eine Partnerschaft kam durch Kontakte von dem damaligen Bürgermeister von Carmignano, Cavaliere Bortolo Christofari an die italienische und deutsche Sektion im Rat der Gemeinden Europas. Durch die damals zum gleichen Schweizer Konzern gehörenden Papierfabriken bestanden zwischen den beiden Kommunen zwar die ersten Berührungspunkte, doch an eine Verschwisterung hatte damals in Albbruck kaum jemand gedacht.

Gemeinderat beschließt Jumelage

Dies änderte sich schließlich mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates im Juni 1959. Bereits wenige Wochen später weilte eine kleine Albbrucker Delegation mit Bürgermeister Fritz Lampert in Italien, wo in einem großen Fest zwischen den beiden Gemeinden der Austausch der Partnerschaftsurkunden stattgefunden hatte.

Ein Jahr später wiederholte sich der Festakt in Albbruck an dem Gemeinderat Josef Tröndle den erkrankten Bürgermeister vertrat. Trotz der großen Entfernung, der Sprachschwierigkeiten und der unterschiedlichen Mentalität war der Wille zur Pflege der Kontakte über Vereine und Gruppen, einem einst lebendigen Schüleraustausch und den Verbindungen zwischen den Familien spürbar.

Gegenseitige Teilnahme an Volksfesten

Mitte der sechziger Jahre ergänzten 20 junge Italiener aus Carmignano di Brenta ihre Ausbildung in der Albbrucker Papierfabrik. Ein Zeichen best gelungener Integration war die Tatsache, dass die jungen Gastarbeiter in der Albbrucker Feuerwehr ihren Dienst taten.

Am früheren Volksmarsch in Birndorf beteiligten sich Wanderer aus Carmignano di Brenta und umgekehrt waren Albbrucker beim Brentamarsch mit dabei. Immer wieder hatte es aber auch Zeiten spärlicher Kontakte gegeben. Die beiden Bürgermeisterkollegen Gernot Strohm und Paolo Rigon sorgten mit persönlichem Engagement für eine Neubelebung der Partnerschaft, die bis heute immer wieder mit neuen Impulsen weiter geführt wird.

Bereits zur Tradition geworden ist die Teilnahme der italienischen Freunde am Albbrucker Dorffest, wo sie die Spezialitäten ihrer Heimat anbieten.

Wie im vergangenen Jahr beim Besuch in Carmignano di Brenta sind auch in Zukunft wieder Treffen der Partnerschaftsfreunde beider Gemeinden geplant.
Wie im vergangenen Jahr beim Besuch in Carmignano di Brenta sind auch in Zukunft wieder Treffen der Partnerschaftsfreunde beider Gemeinden geplant. | Bild: Doris Dehmel