Der Albbrucker Ortsteil Schachen bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das alte Gerätehaus in der Dorfmitte ist zu eng geworden und weist gravierende bauliche und räumliche Defizite auf. Auch das 42 Jahre alte Löschfahrzeug vom Typ LF8 ist längst nicht mehr den Anforderungen gewachsen.

Das bestehende Feuerwehrgerätehaus in Schachen: zu eng, zu klein, kein Platz für eine aktive Wehr.
Das bestehende Feuerwehrgerätehaus in Schachen: zu eng, zu klein, kein Platz für eine aktive Wehr. | Bild: Manfred Dinort

In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat dem Planentwurf zu und beauftragte das Planungsbüro Schanz aus Hohentengen mit der Planung und Kostenberechnung. „Wir brauchen zunächst eine genehmigungsfähige Planung, um im Februar termingerecht einen Zuschussantrag einreichen zu können,“ so Bürgermeister Stefan Kaiser. „Falls es nicht klappt, müssen wir alles um ein Jahr verschieben und dann einen neuen Zuschussantrag stellen.“ Er hoffe aber, dass das Projekt in den nächsten drei bis vier Jahren realisiert werden könne.

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Voraussetzung für eine fundamentierte Planung sei auch die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich „Beuge“ am südlichen Ortseingang von Schachen gewesen. Das neue Bebauungsgebiet, das außerdem drei Bauplätze für zweigeschossige Wohnhäuser und einen Holz- und Geräteschuppen ausweist, wird durch eine eigene Zufahrtsstraße, die von der Kreisstraße abzweigt, erschlossen. Danach stellte Peter Schanz, Inhaber des Planungsbüros, seinen Entwurf vor.

Die Planung im einzelnen

Die Planung für das Gerätehaus sieht zwei geräumige Fahrzeugboxen vor. Daneben, auf der gleichen Etage, liegen Umkleideräume, Sanitäranlagen und Technikräume. Das Obergeschoss beherbergt einen großen Schulungsraum, Küche, Besprechungs-, Vorrats-, und Abstellräume. Eingeplant sind auch ein Fluchtbalkon und Zwischenfester, die einen Blick in die Fahrzeughalle ermöglichen.

Vorgesehen sind ein flaches Pultdach und eine Verkleidung der Fassaden mit witterungsbeständigen Eternitplatten. Repräsentativ ist die zweigeschossige Südseite, „die“, so Peter Schanz vom Planungsbüro, „zu einem prägenden Element am Ortseingang werden könnte“. Die Zufahrt bietet ausreichend Platz für Übungen, daneben ist eine größere Zahl an Parkplätzen für die Autos der Einsatzkräfte eingeplant.

Fragen zur Energieversorgung

Anschließend beantwortete Schanz Fragen aus dem Gemeinderat. Dabei ging es hauptsächlich um die Energieversorgung, Fassadengestaltung und Heizungstechnik. Helga Dietenberger (SPD) regte an, die Energieversorgung über eine Photovoltaik-Anlage sicherzustellen. Franz Brüstle (FW) schlug vor, die Fassaden mit Holz zu verkleiden.

„Wie wird das Gebäude beheizt?“, wollte Alois Eckert (CDU) wissen. Dazu erklärte Schanz, dass der Wärmebedarf in dem gut isolierten Gebäude sehr gering sei. Er würde eine Beheizung mittels einer Wärmepumpe bevorzugen. Denkbar sei aber auch eine Beheizung in Verbindung mit einer PV-Anlage. CDU-Sprecher Claus Schlachter empfahl, Details mit der Feuerwehr abzuklären. Schließlich wurde ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Beuge“ gefasst, die Planung wird vom Stuttgarter Büro Baldauf ausgeführt.