"Es handelt sich hier wirklich um ein sehr erhaltenswertes Bauwerk", betonte der Ausschuss-Vorsitzende, Marian Wendt (CDU) nach einer Besichtigung und Beratung vor Ort. Der Ausschuss wird eine entsprechende Empfehlung an die Bundesregierung formulieren. Demnach soll die 163 Jahre alte Bogenbrücke nicht einem Neubau komplett aus Beton weichen, sondern saniert und nur mit einem neuen Brückenoberdeck aus Beton ausgestattet werden. Letzteres soll nach Möglichkeit mit den alten Bruchsteinen so verkleidet werden, dass die Brücken-Optik nicht beeinträchtigt wird.

Eine solche Sanierung hatte die Bahn ursprünglich erwogen, doch das Landes-Denkmalamt hat den Eingriff in die historische Bausubstanz als zu massiv eingestuft, um den Denkmalschutz-Status der Brücke aufrecht zu erhalten. Mitte September soll eine erste Gesprächsrunde mit Vertretern der Bahn sowie des Bundes- und Landes-Verkehrsministeriums stattfinden, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Für die Brücken-Sanierung müsste die Bahn ein neues Planfeststellungs-Verfahren beantragen. Es wird mit einer mehrjährigen Bauverzögerung gerechnet. Ob sich Bund und Land an den Mehrkosten beteiligen, muss geklärt werden.