Albbruck Neuer Wohnraum für 150 Einwohner entsteht in Albbruck

Die Erschließung des Neubaugebiets "Eichhölzle II" soll im nächsten Jahr beginnen. Ernst Kaiser vom Planungsbüro stellt die Details im Gemeinderat vor. Neues Konzept bei Entwässerung sorgt für Diskussion.

Im nächsten Jahr soll die Erschließung des Neubaugebietes „Eichhölzle II“ an der Hauensteiner Straße in Angriff genommen werden. Das zwei Hektar große Gelände bietet Raum für 42 Wohneinheiten in variabler Bauweise und Wohnraum für rund 150 Einwohner. Ziel der Gemeinde ist es, so Bürgermeister Stefan Kaiser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, mit der Ausweisung eines verdichteten Baugebietes ein flächen- und kostensparendes und zugleich umweltfreundliches Bauen zu ermöglichen. Ernst Kaiser, Chef des Waldshuter Planungsbüros Kaiser, stellte die Details der Erschließungsplanung vor.

Das verkehrliche Konzept sieht vor, das neue Baugebiet von der Hauensteiner Straße aus über zwei Stichstraßen zu erschließen. Nachgeschaltete Straßenverbindungen sichern die innere Erschließung. Die Erschließungsstraßen werden in ihrer Dimensionierung generell auf das fahrgeometrisch notwendige Maß reduziert, so dass die geplanten Straßenzüge keine höheren Geschwindigkeiten zulassen, und als Folge auch eine spürbare Entlastung beim Lärm- und Schadstoffausstoß zu erwarten ist. Untergeordnete Wege und Plätze, sowie gemeinsame Rad- und Gehwegverbindungen, ergänzen die verkehrliche Erschließung. Mit dem funktional einfach gegliederten und räumlich begrenzten Erschließungskonzept wird auch die Versiegelung der Flächen deutlich eingeschränkt.

Ein völlig neues Konzept soll bei der Entwässerung umgesetzt werden. Entwässert wird in einem modifizierten Trennsystem, das ohne Entwässerungskanäle auskommt. Das anfallende Niederschlagswasser wird über kleine, dezentrale Versickerungsanlagen wieder dem Grundwasser zugeführt. Geringfügig belastetes Niederschlagswasser aus den Verkehrsflächen wird, durch eine entsprechende Profilierung der Straßenoberfläche, speziellen Versickerungsanlagen seitlich der Straßenräume zugeführt. Vorgeschrieben sind auch wasserdurchlässige Belege und begrünte Dächer. Wer für sein Bauvorhaben eine Unterkellerung realisieren will, muss eine kleine Hebeanlage einbauen. Für besonders starke Regenereignisse ist eine zusätzliche große Retentionsfläche auf der südlichen Seite, am Tiefpunkt des neuen Baugebietes geplant. An der Böschung zur benachbarten B 34 wird ein Lärmschutzwall mit integrierten Garagen angelegt. In die Straßen eingebaut werden Trink- und Löschwasserversorgung, Strom- und Gasversorgung, Straßenbeleuchtung, Telefon und Breitband. Die Erschließungskosten bezifferte Ernst Kaiser mit knapp 1,2 Millionen Euro. Die Erschließung werde zwölf Monate in Anspruch nehmen.

„Unser Ziel ist es, mit dem Baugebiet etwas ökologisch Hochwertiges zu schaffen“, kommentierte Bürgermeister Stefan Kaiser. Außerdem sei dieses System deutlich preiswerter für die Bauherren, als eine konventionelle Erschließung. Die Vorstellung löste im Gemeinderat eine lebhafte Diskussion aus. In Frage gestellt wurde unter anderem die Effektivität der Entwässerung. Dazu stellte Stefan Kaiser klar: „Wir können nicht jedes Elementarereignis abdecken. Wenn es mal klemmt, müssen die Bürger vielleicht auch selbst mal bereit sein, Hand anzulegen und Abflussschächte wieder frei machen.“

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