Die touristische Entwicklung in der Gemeinde Albbruck war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Eine positive Bilanz zog Bürgermeister Stefan Kaiser zum Fernwanderweg Albsteig Schwarzwald, der 2017 eröffnet wurde und 2018 die Zertifizierung als Qualitätsweg „wanderbares Deutschland“ erhielt. Erfreulich hätten sich auch die Besucher- und Übernachtungszahlen in Albbruck entwickelt. Des Weiteren ist Albbruck Mitglied des Tourismusverbandes Ferienwelt Südschwarzwald. „Auch wenn wir keine touristische Schwerpunktgemeinde sind“, so Stefan Kaiser, „werden wir unser touristisches Potenzial ausbauen, Schritt für Schritt“.

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Ein gute Ausgangslage sei mit dem Albsteig geschaffen worden, ein Weg, der im Bereich Albbruck noch erhebliches Entwicklungspotenzial besitze. Stefan Kaiser erinnerte an die Idee einer Hängebrücke über die Albschlucht und an die geplante Reaktivierung des Holzkanals der ehemaligen Papierfabrik als Teil des Wanderweges. Angedacht ist auch, den ehemaligen Reitstall auf dem Gelände der Papierfabrik in das Projekt einzubeziehen.

Noch keine Verhandlungen mit der Karl-Gruppe

Der Stall diente in den Zeiten der Postkutsche Albbruck – St. Blasien als Unterstand für die Pferde. Allerdings, so erklärte Bürgermeister Stefan Kaiser auf Anfrage dieser Zeitung, wurden noch keine konkreten Verhandlungen mit der Karl-Gruppe geführt. „Auch der bauliche Zustand des Gebäudes ist noch nicht bewertet worden.“

Schwerpunkte bei den Übernachtungen seien die Albbrucker "Bahnhofsgaststätte", das gemeindeeigene „Fahrradhotel“ an der Fußgängerbrücke über den Rhein nach Schwaderloch und private Anbieter.

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Inzwischen sei es gelungen, durch verschiedene Marketingaktivitäten den Bekanntheitsgrad des Albsteiges Schwarzwald deutlich zu steigern. Der Wanderweg wurde auch, zusammen mit dem Schluchtensteig, für den Wettbewerb „Deutschlands schönste Wanderwege“ nominiert. Inzwischen, so berichtete Hauptamtsleiter Ralf Kuhlmey, gäbe es auch einen Reiseanbieter, der die Strecke in seinem Programm, mit fünf Übernachtungen in verschiedenen Gasthäusern, aufgenommen habe.

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Daneben sollen aber auch Trekkingcamps eingerichtet werden, um das Zelten im freien Gelände zu ermöglichen und zu legalisieren. Stefan Kaiser hielt es für denkbar, am Unteralpfener Stieg ein solches Camp einzurichten. „Inzwischen hat die Gemeinde auch einen Antrag auf Anerkennung als Erholungsort gestellt, um damit die Voraussetzung zu schaffen, damit Zuschüsse für den weiteren Ausbau des Albsteiges beantragt werden können“, so der Bürgermeister. Diese Mittel würden vor allem für den Umbau des alten Holzkanals entlang der Albschlucht benötigt, ein mit Holzdielen eingefasster Kanal, der früher von der Papierfabrik genutzt wurde, um Wasser von der Alb abzuzweigen. Auf der Trasse dieses PFA-Relikts soll die Route des Albsteigs verlaufen.