Mit vielen Besuchern und den Gastvereinen feierte der Männergesangverein Frohsinn Birkingen seinen 100. Vereinsgeburtstag. Der bei der Gründung ausgesuchte Name habe bis heute für den Jubelverein große Bedeutung versicherte der erste Landesbeamte Jörg Gantzer bei der Überreichung der Zelterplakette. Wie damals als die Männer sich nach Kameradschaft sehnten und mit Gesang sich selbst und anderen eine Freude bereiten wollten, gelte dies auch nach einem Jahrhundert für die Birkinger Sänger.

Zusammen mit dem Kinderchor standen insgesamt vier Generationen auf der Bühne, die gemeinsam das abwechslungsreiche Programm eröffneten durch das Dirk Stoltenberg führte. "Ich wart' seit Wochen auf diesen Tag", erklang zur Eröffnung des Abends und war beispielgebend wie sich die Gastgeber auch auf diesen Jubiläumsabend und die Begegnungen mit den Freunden des Chorgesangs freuten.

Das Vorstandstrio Markus Tröndle, Walter Felbek und Anton Sattler freute sich über die vom ersten Landesbeamten Jörg Gantzer (von links) verliehene Zelter-Plakette.
Das Vorstandstrio Markus Tröndle, Walter Felbek und Anton Sattler freute sich über die vom ersten Landesbeamten Jörg Gantzer (von links) verliehene Zelter-Plakette. | Bild: Doris Dehmel

"Die Birkinger Sänger sind die tragende Säule in ihrem Dorf", versicherte Bürgermeister Stefan Kaiser verbunden mit der Hoffnung, dass zu den neun Projektsängern, die auch künftig im Chor singen wollen,weitere hinzukommen.

Stets hatten sich in all den Jahren engagierte Vereinsmitglieder gefunden, die den Verein in die Zukunft führten und Dirigenten, die hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet hatten. Zu ihnen zählen im besonderen Walter Felbek, der 23 Jahre den Verein dirigierte und Andrea Bächle, die ihr zehnjähriges Dirigentenjubiläum feiern konnte. Mit einem eigens auf sie augerichteten Lied machten die Sänger das Jubiläumsfest auch für ihre Chorleiterin zu einem besonderen Jubiläum. Bei seiner Gründung nach den Wirren des Ersten Weltkrieges sei der Verein eine Oase für die Männer gewesen in der mit Gesang die Wunden der Vergangenheit geheilt werden konnten, meinte die Präsidentin vom Hochrhein Sängerbund Maria Krug und versicherte "Die Gesangprobe ist heute eine Wellnessstunden nach einem hektischen Tag".

Dass Singen Freude macht und Freunde zusammenführt, wurde an diesem Abend einmal mehr deutlich. Nach dem Anton Sattler mit viel Humor begleitet in der Vereinschronik geblättert hatte, wurden mit dem Auftritt der Gastvereine beim Jubiläumsabend die langjährigen Kontakte erneut mit Leben erfüllt. Der MGV Berau, der Singkreis Eschbach, Liederkranz Oberalpfen und der Gospelchor Stimmenlos aus Bernau machten die Vielseitigkeit des Chorgesangs hörbar.