Neben Grafenhausen nimmt auch die Gemeinde Albbruck am Projekt „Gesunde Kommune“ des Landkreises teil. Dabei wird die Gemeinde fachlich und organisatorisch von der „Geschäftsstelle Kommunale Gesundheitskonferenz“ des Landkreises begleitet. Deren Leiterin, Linda Metzler, stellte dem Gemeinderat die Ergebnisse sowie die Priorisierung der verschiedenen Aspekte vor. Gestartet wurde das Projekt unter dem ortseigenen Titel „ALB – Albbrucker leben besser“.

Arbeitsgruppe ermittelt Bedarfsanalsye

Bei der Auftaktveranstaltung im April 2018 wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine Bestands- und Bedarfsanalyse der gesundheitsbezogenen Angebote und Strukturen in der Gemeinde vornahm und Befragungen durchführte. Im Rahmen einer weiteren Veranstaltung wurden alle Ergebnisse vorgestellt und eine Priorisierung vorgenommen. „Ziel ist es“, so Linda Metzler im Gemeinderat, „allen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort bestmögliche Bedingungen zur Verfügung zu stellen“.

Vier Altersgruppen im Fokus

Dabei standen vier Altersgruppen im Fokus: Kinder unter sieben Jahren, Schüler und Heranwachsende, Erwachsene im Arbeitsleben und Senioren. Positiv bewertet wurden die Vereinsangebote, die gute Infrastruktur, vor allem im Kernort, die ausreichende Anzahl und Ausstattung an Spielplätzen, Sportstätten, Bewegungsangebote, Waldtage, die vom Kindergarten organisiert werden, Essensangebote, das Schwimmbad und, speziell für Senioren, gesellige Veranstaltungen, monatliche Treffs, sportliche Angebote, Nachbarschaftshilfe, Betreuungseinrichtungen, Essen auf Rädern und medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen und Physiotherapien. Bürgermeister Stefan Kaiser räumte ein: „Die ärztliche Versorgung ist sicher nicht optimal. Aber wenn es Probleme gibt, wollen wir sie nicht unter den Teppich, sondern eher nach oben kehren.“ Aus den Reihen der Jugend habe ein Teilnehmer festgestellt: „Es gibt viele Angebote, die leider nicht genutzt werden und oft auch nicht allen bekannt sind.“ Das könne auch er bestätigen, so Kaiser. Gemeinderat Lothar Schlageter, von Beruf Arzt, kommentierte: „Wichtig ist, dass deutlich gemacht wird, was es alles gibt. Mit ein paar zusätzlichen Angeboten sind wir aber sicher auf dem richtigen Weg.“

Wie geht es weiter?

Linda Metzler: „Ich stelle mir erweiterte Arbeitsgruppen vor, die sich die priorisierten Themenfelder vornehmen und bearbeiten, Fußgängersicherheit und Barrierefreiheit, Jugendgesundheit und generationen-übergreifende Projekte wie Wander- und Radwege.“ Stefan Kaiser unterstrich: „Auch Barrierefreiheit ist für die Gemeinde ein wichtiges Thema.“ Man werde versuchen, sinnvolle Anregungen aufzunehmen und voranzubringen.