Derzeit wird im Gewann „Bannhag“ zwischen Rhein und B 34 ein Nasslagerplatz für Stammholz auf einer 0,78 Hektar großen Fläche angelegt, eine Fläche im Randbereich des geplanten Kreisklinikums, das noch im Besitz der Karlgruppe ist. Hier sollen bis zur 30.000 Festmeter Holz beregnet werden. Dazu ist eine Wasserentnahme von 45 Sekundenlitern aus dem Rhein erforderlich.

Für fünf Jahre

Das Nasslager wurde von der Unteren Forstbehörde Waldshut für einen Zeitraum von fünf Jahren (2019 bis 2024) beantragt. Die Antragstellung, so informierte Bürgermeister Stefan Kaiser in der Sitzung des Technischen Ausschusses, sei mit den zuständigen Behörden für Baurecht, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz abgestimmt worden. Bisher wurde der Platz bereits in kleinerem Umfang als Trockenlager genutzt. Franz Brüstle (FWV) verwies auf den benachbarten Tiefbrunnen „Bannhag“. Bedenken äußerte Gemeinderat Josef Tröndle (CDU): „Diese Wassermenge, das gefällt mir gar nicht, da entsteht eine riesiger Matschplatz“.

Bedenken über Zeitdauer

Alois Eckert (CDU) äußerte Bedenken über die Zeitdauer. „Bis dahin sollten ja bereits die Erschließungs- und Vorarbeiten für das Klinikum im Gange sein“. Stefan Marder (SPD) bezweifelte, ob ein Nasslagerplatz überhaupt einen Sinn mache. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte der Ausschuss dem Antrag zu. Im Besitz der Karl-Gruppe ist auch das Flurstück 1040 nördlich der Bahnlinie. Hier gab es eine Bauvoranfrage zur Errichtung von Wohnungen auf den zehn bestehenden Garagen und deren Erweiterung durch Carports. Stefan Kaiser bezeichnete das Projekt als „pfiffige Idee“ um neuen Wohnraum zu schaffen. Das Problem dabei sei, dass die Zufahrt über privates Gelände führe. Jedenfalls werde man die Anfrage an das Landratsamt weiterreichen.