In der jüngsten Sitzung stimmte der neue Gemeinderat einer Reihe von Auftragsvergaben im Gesamtwert von mehr als 700 000 Euro zu. Der größte Posten waren die Arbeiten für die Bahndurchpressung beim ehemaligen Bahnwärterhäuschen Kiesenbach, die im Rahmen der laufenden Kanalarbeiten durchgeführt wird. Dieser Auftrag ging an die Firma Bau GmbH in Wehr zum Angebotspreis von 253 032 Euro. Zweck der Baumaßnahme ist es, die Abwässer auf der anderen Seite des Bahndammes in den Schmutzwasserkanal des Gewerbegebietes einzuleiten. Der Anteil der Gemeinde liegt bei 170 000 Euro, den Rest übernimmt der ED Dienst, der seinerseits den Durchstich nutzen will, um Kabel zu verlegen.

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Die Sanierungsarbeiten für die Innenbeschichtung des neu installierten Regenbeckens im ehemaligen Unteralpfener Klärwerk gingen für 66 408 Euro an die Firma Orth & Schöpflin aus Lörrach. Im Zusammenhang mit dem Umbau der Kläranlage zu einem Abwasserpumpwerk wurde das bisherige Klärbecken zu einem Regenrückhaltebecken umfunktioniert. Bei der Inbetriebnahme des Beckens wurde dann aber festgestellt, dass die Innenbeschichtung teilweise nicht mehr vorhanden ist. Des Weiteren muss die Ufermauer des Mühlebachs im Ortsteil Kiesenbach saniert werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Bombardi GmbH aus Titisee-Neustadt zum Angebotspreis von 146 891 Euro. Wichtig sei, so Bürgermeister Stefan Kaiser, dass die Maßnahme bis zum 1. Oktober, dem Beginn der Fischschonzeit, erledigt wird.

Umrüstung der Straßenlaternen

Beschlossen wurde auch, die Umrüstung der Straßenlampen mit LED-Leuchten in Angriff zu nehmen. Zwei Lose, für 69 246 Euro und 5336 Euro, gingen an die ED Netze, der Zuschlag für das Los III, die Montage der Leuchten, ging an die Albbrucker Elektrofirma Buck, die mit 10 472 Euro das günstigste Angebot eingereicht hatte. Bei einer Stromeinsparung von mindestens 70 Prozent, gewährt der Bund einen Zuschuss von 20 Prozent. Der Zuschussbescheid, so Bürgermeister Stefan Kaiser in der Sitzung, erfolgte bereits im Dezember 2018.

Bürgermeister erhält Vollmacht

In einem ersten Abschnitt sollen 170 Leuchten ausgetauscht werden, im gesamten Gemeindegebiet sind es rund 1000 Lampen. Außerdem erteilte der Gemeinderat dem Bürgermeister die Vollmacht, während der Sommerpause Auftragsvergaben in eigener Regie zu tätigen, um keine zeitlichen Verzögerungen in Kauf nehmen zu müssen. Eine ähnliche Vollmacht erhielt der Bürgermeister für Bauanträge, soweit sie sich im normalen Rahmen bewegen.